Vorbildliches Engagement in der Pflege gewürdigt

Von: jwb
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Die neuen Träger der Pflegeherzen: Christa Paul, Elfi Feld, Karl-Josef Laumann, Gerti Knorr, Rita Steinforth, Margret Kinkartz, Karl-Heinz Jürissen, Äbtissin Schwester Theresia (mit ihren Mitschwestern im Hintergrund) und Eleonore Marohn. Foto: Bindels
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Äbtissin Schwester Theresia nahm das Pflegeherz stellvertretend für die Ordensgemeinschaft der Klarissen aus den Händen von Volker Kratz entgegen. Foto: Bindels

Kreis Heinsberg. Das Pflegenetzwerk der „Starken Partner“ hat am Freitag in der Klosterkirche Maria Lind in Waldfeucht-Braunsrath zum zweiten Mal pflegende Ehepartner und Eltern sowie ehrenamtliche Kräfte und Mitarbeiter in der Pflege mit dem Pflegeherzen ausgezeichnet.

Mit Karl-Josef Laumann erhielt auch der Pflegebeauftragte der Bundesregierung die Auszeichnung für seine Verdienste um das Thema Pflege.

Mit einem ökumenischen Gottesdienst setzten Propst Markus Bruns und Pfarrer Sebastian Walde den feierlichen Rahmen mit ihrem christlichen Thema „Liebe ist nicht nur ein Wort“. Das Pflegeherz stehe symbolisch für die Aussage: „Mit Liebe und Herz einen Menschen aufrichten, der selbst nicht dazu in der Lage ist“, beschrieb Marion Peters, Abteilungsleiterin für Gesundheit und Pflege beim Caritasverband, in ihren einleitenden Worten die Auszeichnung.

Wer im Pflegebereich tätig sei, leiste nicht nur eine wichtige Aufgabe für einen oder mehrere Menschen, sondern gleichzeitig einen wertvollen Dienst für die Gesellschaft. Und Pflege passiere oft still und leise. Mit der Auszeichnung erfolge die Anerkennung und Würdigung der Pflege und Betreuung mit Herz und Verstand.

Neben der Anstecknadel und einem Blumenstrauß als Ausdruck der Wertschätzung, aber auch des Dankes erfuhren die Besucher aus Politik und Gesellschaft und die Angehörigen der Geehrten durch eine persönliche Laudatio von den sehr individuellen Schicksalen und Werdegängen der zu Ehrenden. Immer aber klang bei dem vielen Leid – ob der Ehegatte über lange Jahre gepflegt, das schwerbehinderte Kind seit seiner Geburt betreut oder die eigene Krankheit überwunden wurde und dies Motivation für das ehrenamtliche Engagement war – dennoch die Kraft und Zuversicht durch, das Schicksal angenommen und die Freude am Leben nie verloren zu haben.

Die Ordensgemeinschaft der Schwestern im Klarissenkloster Maria Lind lebten nach den Regeln der heiligen Klara vor, was diese im 13. Jahrhundert ihren Nachfolgerinnen aufgetragen habe: „Die Liebe, die Ihr im Inneren habt, nach außen durch die Werke zeigen.“ Diese Fürsorge untereinander sei etwas Besonderes, das in der Klostergemeinschaft Normalität sei. Diesem Vorbild gebühre eine Anerkennung mit dem Pflegeherz, so Volker Kratz in der Laudatio.

Warum Karl-Josef Laumann das Pflegeherz verliehen wurde, erklärte Josef Aretz, Vorsitzender des Arbeitskreises Marketing bei den „Starken Partnern“, in seiner Laudatio auf den Staatssekretär. Weil das Thema Pflege seit vielen Jahren sein Thema sei. Laumann habe sich für die Festlegung eines Mindestlohns stark gemacht wie auch für die Entbürokratisierung in der Pflege. Die Einführung der Ausbildungsumlage in NRW und die Qualitätssicherung im Pflegebereich seien weitere Stichworte. Aber auch die Pflege des eigenen Großvaters zu Hause sei ein persönliches Beispiel. „Wir verleihen Ihnen das Pflegeherz für Ihre Lebensleistung“, schloss Aretz.

In seiner Dankesrede betonte Laumann, dass dem zukünftig wachsenden Bedarf an Pflege Rechnung zu tragen sei. Die Tagespflege müsse gestärkt werden. Und dem steigenden Bedarf an Pflegefachkräften könne nur mit einem Pflegeberufsgesetz begegnet werden. Unverzichtbar sei aber weiterhin die Pflegebereitschaft in den Familien. Da hätten die geschilderten Beispiele, nicht zu verzweifeln und die Freude am Leben zu behalten, Mut gemacht.

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