Von der Rur bis nach Dubai: Projekttage ganz im Zeichen des Wassers

Von: hewi
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Am Hückelhovener Gymnasium beteiligten sich zahlreiche Kinder an einem Quiz zum Thema Foto: Koenigs

Hückelhoven. „Wasser - ein Menschenrecht”. Unter diesem Leitgedanken, den die UNO im Jahr des Wassers formuliert hat, standen die Projekttage am Hückelhovener Gymnasium. Die Schüler aller Jahrgangsstufen setzten sich in Projektgruppen mit dem Wasser, seiner Bedeutung und den Formen seiner Nutzung auseinander.

Am Samstag präsentierten sie die Ergebnisse ihrer Arbeit. Knapp 50 Projektgruppen waren angetreten, um die Besucher zu informieren, zu überraschen oder zum Nachdenken zu bringen. Die vielen Gäste erwartete eine vielseitige wie ungewöhnliche Herangehensweise an die Themen. Das Spektrum reichte von Comic und Karikatur über Tanz und Theater bis hin zur Faktenrecherche.

Eine Gruppe von Schülern um die beiden Lehrer Michael Giebler und Peter Rohe hatte einen ironischen Film zum Thema Wasserverschmutzung am Beispiel des „Wildpinkelns” gedreht, bei dem der Zuschauer in die mikroskopische Perspektive des Wassertropfens schlüpfte. Ein paar Räume weiter wurde der Wasserverbrauch im Wüstenstaat Dubai unter die Lupe genommen. Fazit: In einem Land, in dem Wasser so wertvoll wie Gold ist, liegt der durchschnittliche Verbrauch pro Einwohner bei 500 Litern - täglich. Zum Vergleich: In Deutschland verbraucht jeder Bürger durchschnittlich 127 Liter. Erschreckend war, dass 25 Prozent des Wasserverbrauchs in Dubai auf das Konto der Luxushotels geht, fünf Prozent werden tatsächlich für die Bewässerung verwendet.

Unzähmbare Natur

Vom fernen Dubai ging es an ein heimisches Gewässer. Die Rur wurde in ihrem Erscheinen, ihrer Funktion und ihrer Veränderung durch den Menschen dargestellt. Dabei hat der 167 Kilometer lange Fluss, der im Hohen Venn entspringt und in die Maas mündet, auch Einzug in die heimische Märchen- und Sagenwelt genommen. Die weltweite Rolle und Bedeutung des Wassers in der Religion, Literatur, Kunst und Kultur sowie in der Energiegewinnung wurde ebenso beleuchtet und dargestellt.

Die zerstörerische Kraft des Wassers, der sich eine Projektgruppe gewidmet hatte, holte die Schüler ganz aktuell ein. In ihrer Projektarbeit hatten sich die Schüler mit dem Tsunami befasst, der im Dezember 2004 weite Landstriche in Thailand geflutet hatte. Dann suchte der Tsunami nach einem Seebeben die Küsten Japans heim und verursachte einen Störfall in einem Kernkraftwerk. Ein Ereignis, das die Schüler nachdenklich gemacht hat. Die Natur lässt sich auch mit modernsten Mitteln nicht zähmen”, erklärte die Ganztagskoordinatorin Birgit Fluhr-Leithoff mit Blick auf die Ereignisse in Japan, die derzeit die Welt in Atem halten.
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