Von der Elbe über Mexiko bis nach Haiti

Von: hewi
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Das Technische Hilfswerk Hückelhoven feierte sein 50-jähriges Bestehen. Für die Aktiven (links Ortsbeauftragter Michael Andres) gab es beim Festakt zum Jubiläum viel Anerkennung. Foto: Koenigs

Hückelhoven. Das Technische Hilfswerk (THW) schaut in Hückelhoven auf eine nunmehr 50-jährige Tradition zurück. Zum Anlass des Jubiläums hatte der Ortsverband zu einer Feierstunde in das Gemeindezentrum Burg eingeladen.

Unter den Gästen waren neben Bürgermeister Bernd Jansen und Vertretern der kommunalen Politik und Verwaltung auch Landrat Stephan Pusch, der Landtagsabgeordnete Dr. Gerd Hachen und der Bundestagsabgeordnete Leo Dautzenberg sowie Kreisbrandmeister Karl-Heinz Prömper und der Stadtbrandmeister Jörg Brand.

Der Hückelhovener THW-Ortsbeauftragte Michael Andres ließ die letzten 50 Jahre aus Sicht der Hückelhovener Ortsgruppe Revue passieren. Der Gründung des Hückelhovener Stützpunktes im Jahr 1960 war im Frühjahr 1959 die kreisweit erste Gründung eines THW-Stützpunktes in Myhl vorausgegangen.

Schnell erkannten die Helfer, dass Hückelhoven schon wegen seiner Zeche einen eigenen Stützpunkt brauchte. So wurde 1960 mit 200 Helfern, aber ohne Fahrzeuge der THW-Stützpunkt in Hückelhoven gegründet.

Zu den Gründungsmitgliedern zählte auch Hans Mahr, der im Rahmen der Feierstunde noch eine besondere Auszeichnung erhalten sollte.

Zum ersten großen Einsatz der THW kam es 1965 bei dem Rurhochwaser in Hilfarth. Der Auftrag hieß Retten, was zu retten war”, betonte Andres. Die 1970er Jahre standen ganz im Zeichen des Aufbaus. 1972 wurde aus dem Stützpunkt ein Ortsverband.

Schulungen in Frankreich

1976 zog das THW von seinem bisherigen Stützpunkt In der Schlee nach Ratheim in eine ehemalige Schuhfabrik an der Millicher Straße um. Dort ist noch heute die Heimat des Hückelhovener THW.

Es folgten Einsätze in aller Welt. So waren Hückelhovener THW-Helfer 1985 in Mexiko-Stadt dabei, um den Erdbebenopfern zu helfen. Die Einsätze führten nach Frankreich, in die Niederlande und auch nach Haiti. Regelmäßig werden die freiwilligen Helfer auch in Frankreich geschult, wo jeder seine persönlichen Grenzen im Einsatz erfahren kann, wie Andres hervorhob.

Bundesweit machten sich die Hückelhovener einen Namen, als sie 1997 in Düsseldorf Häuser, die nach einer Gasexplosion einsturzgefährdet waren, mit einem selbstentwickelten Abstützsystem sicherten. Heute ist das Abstützsystem Holz” bundesweit im Einsatz, so auch im vorigen Jahr beim Einsturz des Stadtarchivs in Köln.

Den bislang größten Einsatz hatte das Hückelhovener THW 2002 bei Elbehochwasser, als rund 40 Helfer 14 Tage lang im Einsatz waren. „Die Arbeit der Helfer ist ehrenamtlich”, hob Andres hervor. Daher gehört mein Dank auch den Arbeitgebern unserer Helfer, die sie für den Einsatz immer wieder freigeben.” Derzeit sind in Hückelhoven rund 160 Helfer aktiv, davon 32 Junghelfer.

Landrat Stephan Pusch sprach von einer Erfolgsgeschichte”. Die Arbeit der Hückelhovener werde bundesweit gefragt, wobei das Abstützen einsturzgefährdeter Häuser. Der THW-Vizepräsident Reiner Schwierczinski sprach von der Faszination Helfen”, die die Hückelhovener seit 50 Jahren antreibe.

55 aktive Mitglieder

Das THW bietet eine Vielzahl an Berufen und Qualifikationen. Weltweit waren und sind die Ehrenamtler in 129 Staaten im Einsatz, aktuell auch in Pakistan und Haiti. Der Hückelhovener Ortsverband verfügt über acht Einsatzfahrzeuge.

Mitglieder des Ortsverbandes sind auch als Dozenten bei Schulungen zur Gebäudeabstützung sehr gefragt und regelmäßig im Einsatz. Von den derzeit 160 Mitgliedern sind 55 regelmäßig aktiv im Einsatz.

In Anerkennung der Leistungen und stellvertretend für den Ortsverband überreichte Schwierczinski dem Ortsbeauftragten Andres die Ehrennadel des THW.
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