Heinsberg - Volle Flaschen gibt es oft nur gegen Leergut

Volle Flaschen gibt es oft nur gegen Leergut

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Bernd Schaffrath spürt in seinem „Eschweiler Getränkehandel” deutlich die Folgen der Hitzewelle, einige Mineralwassermarken werden knapp.

Heinsberg. „Leeres gegen Volles” heißt die Devise derzeit im Getränkegroßhandel - da können die einen oder anderen lieb gewonnenen Mineralwasser- oder Biermarken im Regal des Einzelhandels schon mal knapp werden. Petra Schramowski, drei Getränkemärkte in Haaren, Birgden und Schalbruch tragen ihren Namen und wollen mit den Marken, die der Kunde wünscht, bestückt werden.

Sie gehört zu den Selbstabholern, die bei den Brunnen, wie der Fachhandel die Mineralwasserhersteller nennt, und den Brauereien mit ihren Lkw vorfahren und palettenweise das Mineralwasser oder den Gerstensaft einkaufen.

Doch gerade die großen Hersteller kriegen immer wieder bei hohen sommerlichen Temperaturen und erhöhtem Durst der Bevölkerung Probleme. Dann heißt es nur noch „Leeres gegen Volles”, wie Petra Schramowski selber erfahren hat, für jede Palette mit vollen Flaschen muss der Abholer eine Palette Leergut anliefern, sonst gibt es nichts.

Denn den Brunnen gehen bei rapide ansteigender Nachfrage die leeren Flaschen aus; die stehen noch vor Ort auf Lager in den Getränkemärkten oder im Keller beim Kunden.

Bernd Schaffrath ist Inhaber des „Eschweiler Getränkehandel” am Kapellenring, kennt sich auf dem Getränkemarkt bestens aus, muss aber als Einzelhändler nehmen, was er kriegen kann.

Er arbeitet mit mehreren Bierverlagen zusammen und spürt deren Lieferengpässe auch im Portemonnaie. Wer nicht in seinen Abholmarkt kommt, hat die Möglichkeit, sich die Kästen liefern zu lassen. Davon machen vor allem ältere Menschen Gebrauch. „Meine Kunden möchten, das Mineralwasser, an das sie gewöhnt sind,” so Bernd Schaffrath, „die älteren mögen schon wegen der Bruchgefahr und des Gewichts lieber die Plastik- als die Glasflaschen.”

Wenn die dann nicht mehr lieferbar sind, kaufen Schaffraths Kunden nicht wie gewohnt drei Kästen „ihres” Wassers, sondern nur einen, in der Hoffnung, dass bald Nachschub kommt.
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