Kreis Heinsberg - Volkstrauertag: Ausstellung „Heim@t Front 1914 – 1918“

Volkstrauertag: Ausstellung „Heim@t Front 1914 – 1918“

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Das Ehren-Gedenkbuch für die ­Gefallenen des Kreises Heinsberg (Kreis­archiv Heinsberg / Archivaliensammlung). Foto: Begas-Haus Heinsberg / Anne Gold, Aachen

Kreis Heinsberg. Im Rahmen der ersten Wechselausstellung im Heinsberger Begas-Haus mit dem Titel „Heim@t Front 1914 – 1918. Selbstzeugnisse von Kriegsteilnehmern aus dem Kreis Heinsberg“, die noch bis zum 1. Februar zu sehen ist, besteht am Volkstrauertag, am kommenden Sonntag, 16. November, von 11 bis 17 Uhr die seltene Möglichkeit, Einsicht in das Gedenkbuch für Gefallene des Ersten Weltkrieges zu nehmen.

Die Besucher können in dem Buch blättern und die Namen ihrer gefallenen Vorfahren suchen. Das Gedenkbuch stammt aus dem Jahr 1932. Der Kreisverband Heinsberg des Zentralverbandes deutscher Kriegsbeschädigter hatte sich damals gegen eine öffentliche Heldenehrung oder ein Denkmal entschieden und stattdessen ein Gedenkbuch für die über 1300 Gefallenen aus dem Grenzgebiet in Auftrag gegeben.

Die Ausführung übernahm der spätere Leiter des Kreisheimatmuseums, August Lentz, hauptberuflich Zeichenlehrer am Heinsberger Kreisgymnasium. Er schuf ein kunstvolles kalligraphisches Werk mit handschriftlichen Einträgen auf Büttenpapier. Die Bürgermeisterämter des Kreises lieferten die biografischen Angaben. Den Einband gestaltete der für seine bibliophilen Einbände bekannte Buchbinder Felix Dudik, der auch an der renommierten Aachener Kunstgewerbeschule lehrte.

Am 17. April 1932 wurde das Gedenkbuch in der Heinsberger Schützenhalle dem Heimatmuseum übergeben. An besonderen Gedenktagen wurde es öffentlich ausgelegt, so an dem von der Deutschen Kriegsgräberfürsorge initiierten und 1926 erstmals begangenen Volkstrauertag. Eltern, Frauen und Kinder der Gefallenen kamen dann, um den Namen des Sohnes, Mannes oder Vaters zu lesen.

Im November bietet das Begas-Haus an jedem Sonntag Führungen an, so auch am 16., 23. und 30. November, jeweils um 14.30 Uhr. Zusätzlich findet an allen Sonntagen jeweils um 16 Uhr eine Führung durch die erste Wechselausstellung statt. Diese Führung wird von Heiner J. Coenen geleitet. Die Teilnahme an den Führungen ­kostet jeweils drei Euro zusätzlich zum regulären Museumseintritt.

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