Kreis Heinsberg - Volkskrankheit Arthrose kommt schleichend

Volkskrankheit Arthrose kommt schleichend

Von: g.s.
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Kreis Heinsberg. Der Sozialverband VdK Kreis Heinsberg und die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am St.Elisabeth Krankenhaus in Geilenkirchen hatten zum Patiententag zum Thema „Arthrose” in die Stadthalle Heinsberg eingeladen.

Ideengeber und VdK-Landesvorstandsmitglied Sandra Ohlenforst fühlte sich in ihrer Konzeptionsarbeit im Vorfeld durch den guten Besuch von mehr als 100 Zuhörern bestätigt, und das gab ihr für die Moderation der Veranstaltung einen guten Schub. „Arthrose ist eine Volkskrankheit, unter der mit zunehmendem Alter immer mehr Menschen leiden”, sagte Ohlenforst.

Nicht nur alte Menschen seien von Arthrose betroffen, es komme auch bei immer mehr jungen Menschen vor, zum Besipiel als Folge eines Unfalls. Ohlenforst hob das Krankenhaus Geilenkirchen als Schwerpunktklinik im Bereich der Orthopädie und Unfallchirurgie in der Region Aachen und dem Kreis Heinsberg hervor. „Die Klinik beschäftigt sich intensiv mit Endoprothesen und anderen Operationstechniken und ist vertraut mit den besonderen Anforderungen auch bei schwierigen Fällen”, so Ohlenforst. Nachdem der Vorsitzende des VdK-Kreisverbandes Heinsberg, Willi Bergstein, ein paar Begrüßungsworte an die Zuhörer gerichtetet hatte, stellte der Leiter der Abteilung Orthopädie am Krankenhaus Geilenkirchen, Chefarzt Dr. med. Achim Dohmen, die Klinik mit seinen 70 Betten und 15 Ärzten kurz vor und informierte über Erkrankungen großer Gelenke. Das Leistungsspektrum umfasse unter anderem Arbeits- und Sportunfälle.

„Wir arbeiten eng mit Alemannia Aachen zusammen”, ließ Dohmen wissen. Alleine rund 500 Operationen der Schultergelenke würden jährlich durchgeführt und um die 900 künstliche Gelenke eingesetzt. Dr. Achim Dohmen ging auf die Primäre Arthrose ein, die jeden treffen könne. „Das ist der originäre Verschleiß eines Gelenkes”, sagte der Chefarzt. Dagegen wirke die Sekundäre Arthrose von außen ein. Dohmen: „Das kann eine mechanische Überlastung sein, eine entzündliche Gelenkerkrankung, aber auch eine Stoffwechselerkrankung.” Arthrose komme zumeist schleichend, über Jahre.

„Meiner Meinung nach ist eine Arthrose nicht heilbar”, gab Dohmen zu bedenken. Die Krankheit gehe mit einer starken Bewegungseinschränkung einher. In der Häufigkeit sei die Wirbelsäule am meisten betroffen, gefolgt von Knie und Hüfte. Bei Sekundärerer Arthrose sei Übergewicht die häufigste Ursache, gefolgt von Gelenkfehlstellungen, Überbeanspruchung und Bewegungsmangel. Arthrose könne frühzeitig durch gezielte Maßnahmen gelindert und einer Knorpelschädigung vorgebeugt werden. Oft helfe aber nur eine Operation und der Einsatz eines künstlichen Gelenkes. Nach der Einleitung von Dr. Achim Dohmen referierten verschiedene Fachärzte und Physiotherapeuten über die Behandlungsmöglichkeiten von Arthrose großer Gelenke.
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