Volkshochschule meldet wieder neue Rekorde

Von: disch
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Mit dem Gastspiel der Neuen Philharmonie Westfalen wird am 28. September in der Erkelenzer Stadthalle die neue Saison der VHS-Meisterkonzerte eröffnet. Foto: Pedro Malinowski
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Dankte dem engagierten Team: Franz Josef Dahlmanns, Leiter der Anton-Heinen-Volkshochschule.

Kreis Heinsberg. Noch nie zuvor hat die Anton-Heinen-Volkshochschule des Kreises Heinsberg so viele Teilnehmer gezählt wie im gerade zu Ende gehenden Arbeitsjahr 2014/2015. Es waren 23 949; gut 600 mehr als im vorangegangenen Jahr.

Und noch nie hat die Kreis-VHS so viele Programmpunkte geplant wie für 2015/2016: 1622 Veranstaltungen sind noch einmal drei mehr als in 2014/2015. „Mehr Weiterbildung gab es noch nie“, sagte VHS-Leiter Franz Josef Dahlmanns bei der Sitzung des VHS-Kuratoriums im Heinsberger Kreishaus, doch er betonte zugleich auch, dass natürlich nicht die neuen Rekorde die eigentliche Zielsetzung der Volkshochschule seien. Vielmehr gehe es vor allem um die Qualität der Erwachsenenbildung und um die Effektivität, sprich um kostenbewusstes Arbeiten.

Mit Blick auf das Niveau der VHS verwies Dahlmanns auf die externe Bewertung über eine lernerorientierte Qualitätstestierung in der Weiterbildung; so sei die VHS qualitätstestiert bis 2017. Und intern gebe es zudem eine Erhebung, bei der die VHS von ihren Nutzern im Schnitt die Note 1,5 erhalte, und ein Beschwerdemanagement, das eine Quote von nur 0,05 Prozent verzeichne; wobei sich diese einzelnen Beschwerden zudem meist auch nur auf die Räume beziehen würden.

Die VHS finanziert sich laut Dahlmanns aus vier Quellen. Dies sind zu 33 Prozent Teilnehmerentgelte, zu gut 22 Prozent Drittmittel wie Projektförderungen und zu knapp 31 Prozent Landesmittel. Der vom Kreis – und über die Kreisumlage letztlich von den Städten und Gemeinden – zu tragende Anteil liege bei 14 Prozent, was im vergangenen Jahr 336.000 Euro entsprochen habe.

Der kommunale Anteil liege bei der Kreis-VHS deutlich unter dem Landesschnitt von 33,4 Prozent, betonte Dahlmanns. So seien zum Beispiel laut Weiterbildungsgesetz sieben Stellen für hauptamtliche pädagogische Mitarbeiter förderfähig, nur 5,4 davon seien allerdings besetzt. Diese Unterbesetzung von 23 Prozent sei einmalig in Nordrhein-Westfalen. Dahlmanns vergaß bei dieser Gelegenheit nicht, dem engagierten VHS-Team für den Einsatz zu danken – ein Dank, dem sich auch die Kuratoriumsvorsitzende Dr. Christiane Leonards-Schippers anschloss.

Beim Blick zurück auf das Arbeitsjahr 2014/2015 berichtete der VHS-Leiter unter anderem von einer wiederum sehr guten Publikumsresonanz bei den Konzertangeboten, von einem umfassenden Begleitprogramm zur Sonderausstellung des Begas-Hauses in Heinsberg zum ­Ersten Weltkrieg, von erstmals realisierten Ferienbildungsprogrammen für Kinder und Jugendliche (Talent-Campus), von den erfolgreichen Lesungen zum VHS-Krimi-Projekt „Mörderischer Selfkant“, von einer „Spanischen Nacht“ im Bereich der Sprachen und von einer großen Nachfrage für zusätzliche Kurse in „Deutsch als Fremdsprache“ und für zusätzliche Integrationskurse mit Alphabetisierung.

Im Arbeitsjahr 2015/2016 soll als Reaktion auf die Flüchtlingssituation noch mehr „Deutsch als Fremdsprache“ angeboten werden, bei Bedarf auch zusätzliche Deutsch-Kurse für Asylbewerber. Und in Kooperation mit den Berufskollegs soll das Projekt „Fremde willkommen heißen – Integration fördern“ verwirklicht werden.

Das neue VHS-Programm gibt es ab 20. Juli

Das VHS-Programm für 2015/2016 soll kostenlos ab 20. Juli im Kreisgebiet erhältlich sein. Es wird in gedruckter Form in einer Auflage von 30.000 Exemplaren erscheinen. Das Heft wird wieder in Buchhandlungen, Kreditinstituten, Bibliotheken und Verwaltungen zum Mitnehmen ausgelegt. Zeitgleich soll es auch im Internet freigeschaltet werden unter www.vhs-kreis-heinsberg.de.

Das Anmeldeverfahren sieht verschiedene Wege vor: mit der Anmeldekarte aus dem VHS-Programmheft oder per Mail an vhs@kreis-heinsberg.de oder im Internet unter www.vhs-kreis.heinsberg.de. Persönliche Anmeldungen sind auch möglich: in Heinsberg bei der VHS (Westpromenade 9) oder im Bürger-Service-Center der Kreisverwaltung (Valkenburger Straße 45).

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