Waldfeucht-Braunsrath - VokaLadies-Konzert überzeugt mit tollem Konzept

VokaLadies-Konzert überzeugt mit tollem Konzept

Von: Utz Schäzle
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Augen zu und Musik genießen, das wäre bei einem Konzert der VokaLadies zu schade, denn es gibt viel zu sehen. Foto: Schätzle
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Das war auch bei der musikalischen Weltreise in der Festhalle Braunsrath so, bei der auch Tänzerinnen, Dudelsackspieler und Tenor Ben Heijnen auf der Bühne standen. Foto: Schätzle

Waldfeucht-Braunsrath. Mit einer farbenprächtigen Bühnenshow und einprägsamen Melodien gingen der Frauenchor VokaLadies und Gäste in der ausverkauften Festhalle Braunsrath auf eine musikalische Reise rund um die Welt. Dabei wurden sie begleitet von der Dudelsackformation „Pipers Society Castle D‘Aldenghoor“, vom Tenor Ben Heijnen, und von der Tanzformation „D-Joys“ aus den Niederlanden.

Dirigentin Hilde Ubben und die Sängerinnen des Frauenchores mussten ein beachtliches Pensum an Chorliteratur bewältigen. Gesanglich, choreographisch, künstlerisch und stilistisch präsentierten die VokaLadies und Gäste eine Bühnenshow der Superlative.

Die Programmhöhepunkte aus Evergreens, Filmmusiken, Rock und Pop wurden durch tolle Kostüme und Showeinlagen, sowie durch eine fantastische Lichtshow zu wahren Hinguckern. Mit viel Liebe zum Detail wurde eine Inszenierung visueller und akustischer Highlights auf die „Revue-Bühne“ gezaubert.

Mit ausgefeiltem Chorklang und erfrischendem Engagement setzte der Chor bereits im ersten Programmteil musikalische Glanzlichter. Textsicher und ohne Ausnahme auswendig, mit und ohne Begleitcombo, wurde das vielseitige Programm bewältigt. Gekonnt manövrierte „Reiseleiterin“ Hilde Ubben auf ihre ruhige und souveräne Art den Frauenchor durch den Abend. In jeweils sich verändernden Gesangsblöcken überzeugte der Chor mit Volumen und Klangfülle, wobei auch deutsche Texte nicht außen vor blieben.

Mit lauten Dudelsackklängen zogen die Bagpipes der „Pipers Society Castle D‘ Aldenghoor“ in die Festhalle ein und verbreiteten mit acht Dudelsackspielern und drei Drummern durch ihr exaktes Spiel beim „Amazing Grace“ auf den in Schottland gefertigten Instrumenten und in den ebenfalls aus Schottland stammenden originalen Uniformen Highland-Atmosphäre. Mal sang der Chor mit Pianobegleitung, mal mit Combobegleitung, aber auch a cappella die Titel „May it be“, „I ask for Peace“ oder „Wie vom Traum verführt“.

Treffend dann das Eintauchen in die 60er und 70er Jahre mit dem „Rhythm of life“. Mitreißende Melodien und fulminante Tanzszenen der fünf Tänzerinnen der „D-Joys“ zogen das Publikum in ihren Bann. Die Show der Mädels war unkonventionell, bunt und voller Lebenslust, Charme und Können.

Mit dem rhythmisch fantastischen, choreographisch frei nach Slavko Avsenik gesungenen „Trompetenecho“ zeigte sich der Frauenchor von der volkstümlichen Seite, im Gegensatz zu dem danach gefühlvoll gesungenen „After the Goldrush“ und „Fields of Gold“. Die Überleitung zum afrikanischen Showteil gelang mit einem tollen Klarinettensolo von Cecilie Cleef. Die VokaLadies in schwarzem Outfit – ergänzt mit selbst hergestellten Requisiten wie Speeren, bunten Tüchern und Baströcken –sangen die Titel „Erile“ und „Gabi Gabi“. Stimmgewaltig dann das „Adiemus“, wobei jede Sängerin ein Teelicht nahm und sich der gesamte Chor im abgedunkelten Saal singend verteilte. Gänsehautfeeling pur!

Zum zweiten Teil begrüßte der versierte Tenor Ben Heijnen die Besucher gesanglich mit dem Lied Willkommen aus dem Musical „Cabaret“. Mit starker mitunter gewaltiger, aber wandlungsfähiger Stimme übernahm er feinsinnig den Part des charmanten „Monseigneurs“. Der Chor sang die Titel „A Night like this“, „Lady Marmelade“ und „Shackles“.

Die „Pipers Society Castles“ mit Ben Heijnen als Solist, überzeugten mit dem in vielen Ländern Nummer-eins-Hit „Mull of Kintyre“. Das berühmte Lied „Dominique“, das 1963 die Charts stürmte, wurde in Original-Nonnenkostümen authentisch präsentiert, danach die „Klassiker“ aus Sister Act „I will follow him“ und das „Hail holy Queen“.

Das gefühlvoll von Tenor Ben Heijnen gesungene „Nella fantasia“ und das mit dem Chor gesungene „Funiculi, Funicola“ sorgten in der Halle geradezu für ausgelassene Stimmung. Das Publikum war begeistert.

Der Erfolgstitel von Rammstein „Engel“, dynamisch und rhythmisch a cappella gesungen, und den Titel „Mag ik dan bij jou“ leiteten über zum großen Finale. Zusammen mit dem Chor, der Begleitband, dem Tenor Ben Heijnen, den Konzertbesuchern und den Pipes and Drums vereinigte man sich zu einem stattlichen Klangkörper, um dann das „Highland Cathedral“ (Du bist die Stadt), mit der erforderlichen Power zum Klingen zu bringen. Es war ein äußerst unterhaltsamer Abend für Auge und Ohr, ein tolles Konzert mit einem tollen Konzept.

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