Kreis Heinsberg - Vogelgrippe: Aufstallpflicht teilweise aufgehoben

Vogelgrippe: Aufstallpflicht teilweise aufgehoben

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Vogelgrippe
Das Land NRW versucht weiterhin die Auswirkungen der Vogelgrippe in den Griff zu kriegen. Foto: Friso Gentsch

Kreis Heinsberg. Mit Blick auf die Geflügelpest H5N8 hat das nordrhein-westfälische Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz die Aufstallpflicht für Geflügel teilweise aufgehoben, aber zugleich auch betont: „Entwarnung kann noch nicht gegeben werden.“

Das Ministerium hat die Aufstallungsanordnung für diejenigen Gemeinden aufgehoben, in denen weniger als 300 Stück Geflügel pro Quadratkilometer gehalten werden. Für die hiesige Region bedeutet dies nach Angaben der Kreispressestelle, dass Tiere in den Städten Erkelenz, Geilenkirchen und Übach-Palenberg sowie in den Gemeinden Selfkant und Waldfeucht wieder an die frische Luft dürften. In den übrigen Kommunen des Kreises – also in der Gemeinde Gangelt sowie in den Städten Heinsberg, Hückelhoven, Wassenberg und Wegberg – bleibe die Aufstallungspflicht bestehen.

Die Ausbrüche der Vogelgrippe bei Wildvögeln und in Hausgeflügelbeständen hätten sich bisher ausschließlich auf die Regionen mit bekannten Vogelrastgebieten oder mit einer höheren Geflügeldichte beschränkt, erklärte das Ministerium. Es folge damit der Einschätzung des Friedrich-Loeffler-Instituts, das eine risikobasierte und damit regional angepasste Vorgehensweise empfehle.

Aufruf zu Sorgfalt bei Hygiene

Die Lockerung der Aufstallpflicht in Nordrhein-Westfalen dient laut Ministerium zum einen dem Tierschutz, zum anderen sei sie auch eine Hilfe für die betroffenen Landwirtinnen und Landwirte. Alle Halterinnen und Halter seien im Umgang mit dem Geflügel aber nach wie vor zur größten Sorgfalt bei der Hygiene aufgerufen. Die täglich vor allem aus Nord- und Süddeutschland eingehenden Meldungen über neue Fälle bei Wildvögeln und auch Hausgeflügel würden zeigen, dass das Vogelgrippe-Virus immer noch stark aktiv sei. „Wir sind in NRW bisher noch einigermaßen glimpflich davongekommen“, so Minister Remmel, „aber wir dürfen in unseren Anstrengungen, das Virus von den Ställen fernzuhalten, nicht nachlassen.“

Der Kreis Heinsberg betonte in einer Presseerklärung am Montag, nach wie vor gelte für Nordrhein-Westfalen und damit auch für den Kreis Heinsberg ein erhöhtes Einschleppungsrisiko des aktuellen Vogelgrippe-Erregers. „Es handelt sich um einen Abwägungsprozess zwischen Risiko und Tierschutz, denn die ständige wochenlange Aufstallung bedeutet für die Tiere eine erhöhte Belastung“, so Kreisveterinär Dr. Hans-Helmut Ahlborn.

Da Nordrhein-Westfalen bisher nur in fünf von 54 bundesweit aufgetretenen Fällen betroffen gewesen sei (und zwar ausschließlich in Gebieten mit einer Geflügeldichte von über 1000 Tieren pro Quadratkilometer), sei die Aufstallungspflicht nun gelockert worden. „Dennoch sollten die Geflügelhalter in den fünf Kommunen aufmerksam bleiben und ihre Bestände gut beobachten. Das Thema Vogelgrippe ist auch im Kreis Heinsberg noch nicht endgültig vom Tisch“, so die Warnung von Ahlborn.

Informationen

Weitere Informationen zum Thema Vogelgrippe erteilt das Veterinär- und Lebensmittelüber­wachungsamt des Kreises unter Telefon 02452/133901 oder -133902.

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