Vital.NRW: Geld für die Westzipfelregion

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Kreis Heinsberg. Das Umwelt- und Landwirtschaftsministerium inDüsseldorf hat am Freitag zehn Regionen aus den ländlichen Räumen Nordrhein-Westfalens in das neue Förderprogramm Vital.NRW aufgenommen.

Zu ihnen gehört die Westzipfel­region mit den Gemeinden Gangelt, Selfkant und Waldfeucht sowie der Stadt Heinsberg. Mit dem Programm soll laut Ministerium die Umsetzung von regionalen Entwicklungsstrategien unterstützt werden. Mit innovativen Projekten von Kommunen, Vereinen und anderen Gruppen würden die Regionen die Herausforderungen der demografischen Veränderungen, der Klimaveränderung und des Strukturwandels annehmen.

Die zehn Regionen hätten in einem intensiven Prozess mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger vor Ort viele gute Ideen erarbeitet, hätten dann allerdings bei der Auswahl der Leader-Regionen in NRW aus Haushaltsgründen nicht mit in die Förderung aufgenommen werden können.

Aus der Bürgerschaft entwickelt

„Unsere ländlichen Regionen sind pulsierend, innovativ und wirtschaftlich stark. Unsere Zukunft in NRW hängt stark von diesen Regionen ab. Deshalb wollen wir sie stärken“, erklärte der nordrhein-westfälische Umwelt- und Landwirtschaftsminister Johannes Remmel. Im Rahmen von Vital.NRW sollten ab jetzt Projekte gefördert werden, die aus der Bürgerschaft vor Ort entwickelt worden seien. Damit haben unsere ländlichen Räume Zukunft“, so Remmel.

Die ländlichen Regionen Nordrhein-Westfalens erstrecken sich nach Darstellung des Ministeriums über zwei Drittel der Landesfläche. Mit rund sechs Millionen Menschen lebe dort ein Drittel der nordrhein-westfälischen Bevölkerung. Viele innovative klein- und mittelständische Unternehmen hätten ihren Standort in ländlichen Regionen und sorgten für wirtschaftliche Dynamik.

„Es darf keinen Stillstand auf dem Land geben, daher wollen wir die Dynamik vor Ort unterstützen, sei es nun im Bereich der Wirtschaft, der Ökologie oder des gesellschaftlichen Engagements. Vital.NRW setzt genau an diesem Punkt an“, erläuterte der Parlamentarische Staatssekretär für den ländlichen Raum, Horst Becker.

Jede der zehn Vital.NRW-Regionen soll nach der mittelfristigen Finanzplanung des Landes NRW in den nächsten Jahren von einem Budget in Höhe von 1,4 bis 1,9 Millionen Euro profitieren, erklärte ein Ministeriumssprecher am Freitag.

Mit der Förderung sollen nach Vorstellung des Ministeriums die regionalen Entwicklungsprozesse, die mit der Leader-Bewerbung angestoßen beziehungsweise intensiviert worden seien, aufgegriffen und bedarfsgerecht in erfolgreiche Projekte umgesetzt werden. Bei der Abwicklung der Förderung würden im Wesentlichen der Leader-Förderung vergleichbare Rahmenbedingungen gelten. So könnten die Menschen in den Gemeinden und Dörfern den gesellschaftlichen, ökonomischen und ökologischen Herausforderungen für ländliche Räume begegnen.

Minister Remmel: „Der Vorteil des Landesprogramms Vital.NRW ist, dass die bürgerschaftlichen Prozesse auf einem intensiven Heimatgefühl basieren. So entstehen Projekte, die durch Bürgernähe und Bodenständigkeit vor Ort erfolgreich sind. Probleme vor Ort werden mit den besten Ideen auch vor Ort gelöst.“

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