Viktoria Doveren muss in die Verlängerung

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Hückelhoven-Doveren. Im ersten Anlauf hat es bei Viktoria Doveren nicht geklappt, einen neuen Vorstand zu finden. Am 8. April, 19.30 Uhr, wird die Jahreshauptversammlung in der Doverener Mühle „fortgesetzt”.

Der überwiegende Teil des „alten” Vorstands kandidierte nicht mehr; das hatte er Anfang Oktober öffentlich gemacht. In der Versammlung, die 48 Mitglieder besuchten, mangelte es nicht an Vorschlägen. Gleich fünf Namen wurden für das Amt des ersten Vorsitzenden genannt.

Als Versammlungsleiter Gerd Kuhl nachfragte, handelte er sich Absagen ein. Am viel versprechendsten war noch die Antwort von Jochen Weckauf: „Interesse ist da, weil ich bei den A-Junioren sehr engagiert bin”. Er wolle nicht, dass alles kaputt geht. Doch es müsse sich erst ein Team finden, und das hätte im Vorfeld geschehen müssen. Der erste Geschäftsführer Klaus Straßburg wandte ein, es seien doch vier Monate Zeit gewesen. Straßburg hatte einige Gespräche geführt. Doch die Interessenten waren nur bereit, Stellvertreterposten zu übernehmen. Zwei Stellvertreter wurden auch gewählt. „Wir sind rechtlich verpflichtet, zu versuchen, alle Ämter zu besetzen”, so Straßburg.

Bodo Littfinski ist neuer zweiter Vorsitzender; er war vom Jugendtag auch zum neuen Jugendleiter gewählt worden. Thorsten Bergs, bisher zweiter Kassierer, ist jetzt zweiter Geschäftsführer. Ein geschäftsführender Vorstand fand sich aber nicht.

Geprägt von Tiefpunktern

Das vergangene Jahr war bei der Viktoria „geprägt von Tiefpunkten und ein paar Höhen”. Der insgeheim erhoffte Aufstieg in die Kreisliga B war der ersten Mannschaft nicht gelungen. Spieler hatten den Verein verlassen. Im November hatte Trainer Dietmar Wierzoch erklärt, nicht mehr weitermachen zu wollen. Sein Nachfolger Gisbert Becker braucht Unterstützung.

Der Spielerkader ist nach acht Abgängen in der Winterpause sehr begrenzt. „Ich spreche täglich mit Spielern”, so Becker. Er versucht, Leute zu reaktivieren. „Wir wollen die Saison mit Anstand hinter uns bringen”, erklärte Klaus Straßburg.

Lichtblick ist die Jugendabteilung. In dieser Saison hat die Viktoria wieder eine A-Jugend. 17 Spieler werden von Trainer Fredi Niehsen ausgebildet. 15 Nachwuchsfußballer zählen die D-Junioren, zwölf spielen bei den F-Junioren.

Aushängeschild sind die Bambini, die im Januar Hallenstadtmeister wurden. Bilanz zog noch einmal Jörg Pretzl, der sich nach 31 Jahren als Jugendtrainer und 15 Jahren als erster und zweiter Jugendleiter zurückzieht. „Ich bin aber bereit zu helfen”, erklärte er.

„Vier Jahre Vorstandsarbeit waren abwechslungsreich, mitunter aufreibend, aber sehr schön”, lautete das Fazit von Klaus Straßburg. Selbstkritisch merkte er an, dass ihm die Bindung zur Mannschaft nicht immer gelungen sei. „Dass wir uns nicht mehr zur Wahl stellen, heißt nicht, dass wir dem Verein nicht erhalten bleiben - nur nicht in den Positionen, die wir bisher bekleidet haben”, so der Geschäftsführer.

Manfred Sieben, der den Verein seit 1985 mit einer kurzen Unterbrechung als Vorsitzender geführt hatte, erhielt eine besondere Auszeichnung: Er wurde zum Ehrenvorsitzenden ernannt.
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