Vielfältiges Aufgabenspektrum: Abonnenten zu Gast in der Kreisverwaltung

Von: disch
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„Das Gedächtnis der Kreisverwaltung“: Im bestens sortierten Kreisarchiv dürfen Tageszeitungen nicht fehlen, wie Archivleiterin Anja Mülders Abonnenten beim Besuch im Kreishaus zeigte. Foto: Anna Petra Thomas
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Landrat Stephan Pusch hieß Abonnenten unserer Zeitung im großen Sitzungssaal des Kreishauses willkommen.
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Vorstellung des Bürger-Service-Centers mit Alfred Theißen (r.), ­Leiter des Straßenverkehrsamtes.

Kreis Heinsberg. Einen Einblick in das umfassende Aufgabenspektrum der Kreisverwaltung haben 28 (ausgeloste) Abonnenten unserer Zeitung am Dienstag vor Ort bei einem Besuch im Heinsberger Kreishaus erlangen können.

Landrat Stephan Pusch begrüßte die Leser persönlich im großen Sitzungssaal, wo die Gäste „in der politischen Mitte“ Platz genommen hatten. Dass jeder Bürger informiert sei, sei in der heutigen Zeit umso wichtiger, freute sich der Landrat über die Aboplus-Aktion und bescheinigte den Gästen, eine vernünftige Zeitung zu lesen. „Ich habe sie auch im Briefkasten.“ Pusch erzählte rückblickend, dass er, der früher als Anwalt tätig war, nach seiner Wahl zum Landrat 2004 selbst Vorurteile über die öffentliche Verwaltung habe revidieren müssen. Sie sei „unglaublich vielfältig“. Und diesen Eindruck hatten auch die Leser nach diesem Nachmittag.

Nachdem Pusch aktuelle Themenschwerpunkte wie Wohnen und Älter werden im Kreis Heinsberg, die Verschmelzung von Tourist-Service und Wirtschaftsförderungsgesellschaft zu einer schlagkräftigen Einheit und natürlich die Integration der Flüchtlinge skizziert hatte, stellte Kreispressesprecher Ulrich Hollwitz in Grundzügen den Kreis, die Kreispolitik und die Kreisverwaltung mit ihren vier Dezernaten und 14 Ämtern sowie rund 1050 Mitarbeitern vor. Dabei vergaß er nicht, die Auszeichnung des Kreises als familienfreundlicher Arbeitgeber zu erwähnen.

Bürgernähe hat sich die Kreisverwaltung auf die Fahne geschrieben. Dies machte Alfred Theißen, Leiter des Straßenverkehrsamtes, im Bürger-Service-Center deutlich, als er insbesondere Werbung für das Terminmanagement machte, das über die Internetseite des Kreises oder telefonisch (Telefon 02452/130) zu nutzen sei. Mit dieser Terminvereinbarung für die Zulassungsstelle könne die ­Wartezeit auf nur wenige Minuten reduziert werden. Eine der beeindruckenden Zahlen: Rund 206.000 zugelassene Fahrzeuge gibt es im aktuell im Kreis, erfuhren Theißens Zuhörer.

Beim Rundgang durch das Kreishaus – geführt wurden die vier Gruppen von Ulrich Hollwitz, Jennifer Grünter, Janine Sousa und Guido Willems – wurde auch im Gesundheitsamt Station gemacht. Dort verdeutlichte der Amtsleiter, Dr. Karl-Heinz Feldhoff, nicht nur die Bandbreite der Aufgaben von den Schuleingangsuntersuchungen bis zur Trinkwasserkontrolle. Die Hände­hygiene ist in Zeiten grassierender Viren ein besonders aktuelles Thema. Und es war wohl jeder überrascht, als nach dem scheinbar intensiven Waschen mit Hilfe von Schwarzlicht doch noch nicht erfasste Stellen an den Händen sichtbar gemacht wurden. Als Service lagen zudem für Interessierte Vorsorgemappe, medizinische Notfallmappe und Pflegemappe zum Mitnehmen bereit.

Als „Gedächtnis der Kreisverwaltung“ präsentierte sich das Kreisarchiv, wo Leiterin Anja Mülders unter anderem die älteste Zeitungsausgabe (Erkelenzer Kreisblatt vom 5. August 1894) und die älteste Urkunde (vom 12. Januar 1365, St. Gangolf in Heinsberg betreffend) „zum Anfassen“ herausgesucht hatte. Auf eineinhalb Kilometern Regallänge lagert im Keller des Kreishauses das Schriftgut der Verwaltung, aber auch Fotos, ortsgeschichtliche Literatur und ein umfangreiches Zeitungsarchiv. Und für jeden Gast gab es zwei ­kopierte Seiten – aus der Zeitung vom Tag der eigenen Geburt!

Im Vermessungs- und Katasteramt, wo die Besucher erfuhren, wo es mit 480 Euro je Quadratmeter den höchsten Bodenrichtwert im Kreis gibt (in Heinsberg auf der Hochstraße) schlugen Boris Giesen und Stefan Storms den Bogen von einer Hauptkarte aus dem Jahr 1819 bis zu digitalen Informations­systemen der Moderne, die vielfältige Anwendungsmöglichkeiten bieten – auch für die Planung der Geschwindigkeitskontrollen, um nur ein Beispiel zu nennen. Zu möglichst genauem Kartenmaterial tragen auch Befliegungen des Kreisgebietes bei. Und ein Luftbild vom eigenen Zuhause durfte jeder Leser als Präsent mit nach Hause nehmen.

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