Vernetzung ist im Kreis schon längst Realität

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„Bunte Knochenlese“: Geschichtenerzähler Martin Stankowski (links) mit Kabarettist Rainer Pause während des Kabarettstücks „Tod im Rheinland“. Am 30.Oktober sind sie in Heinsberg zu erleben. Foto: Stock / Thomas Frey

Kreis Heinsberg. Aus Anlass des 20-jährigen Bestehens vom Netzwerk für Hospiz-, Palliativ- und Trauerarbeit im Kreis Heinsberg findet am Freitag, 30. Oktober, um 20 Uhr in der Christuskirche in Heinsberg die Veranstaltung „Tod im Rheinland – Eine bunte Knochenlese von und mit Rainer Pause und Martin Stankowski“ statt.

Das, was das derzeit im noch nicht verabschiedeten Hospiz- und Palliativgesetz vorgesehen ist, ist im Kreis Heinsberg schon seit 20 Jahren Realität: die Vernetzung aller Institutionen, die in der ­Hospiz-, Palliativ- und Trauerarbeit tätig sind. Im Oktober 1995 hatten Vertreter des Caritasverbandes in das damalige Haus der Region eingeladen und gefragt, ob Bedarf an einem Hospizarbeitskreis bestünde. Dies wurde von vielen sofort bejaht – und der besagte Arbeitskreis gegründet.

Ab 1996 übernahm das Gesundheitsamt des Kreises Heinsberg die Moderation der Treffen, seit 1998 ist der Arbeitskreis der Gesundheitskonferenz des Kreises angegliedert. 2011 erfolgte die Zusammenlegung mit dem Runden Tisch Trauer, 2012 die Umbenennung in Netzwerk für Hospiz-, Palliativ- und Trauerarbeit im Kreis Heinsberg. Ein weiterer Meilenstein im gleichen Jahr war das Unterschreiben der Charta zur Betreuung Schwerstkranker und Sterbender in Deutschland durch die Gesundheitskonferenz und weitere Institutionen sowie Einzelpersonen.

Das Angebot für betroffene Menschen und ihre Angehörigen ist im Laufe der Zeit immer umfassender geworden: Neben den schon lange bestehenden, überwiegend ehrenamtlich tätigen Hospizinitiativen, vielen verschiedenen Trauergruppen und dem stationären Hospiz der Hermann-Josef-Stiftung in Erkelenz sind in den letzten Jahren die spezialisierte Pflege und palliativmedizinische Betreuung immer weiter ausgebaut worden. An den Krankenhäusern in Erkelenz und Heinsberg wurden außerdem Palliativstationen eröffnet.

Zwei- bis dreimal jährlich treffen sich Vertreter aller in diesem Bereich tätigen Institutionen, arbeiten gemeinsam an Themen wie zum Beispiel Umgang mit Suizid oder Fehlgeburt, Tod und Trauer bei Kindern, dementen oder behinderten Menschen.

Dazu werden Referenten und Gesprächspartner eingeladen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit der verschiedenen Einrichtungen immer weiter zu verbessern, sodass eine nahtlose Versorgung Schwerstkranker und Sterbender möglich wird und auch die Angehörigen immer im Blick bleiben. Außerdem will das Netzwerk die Öffentlichkeit für die Themen Tod und Trauer sensibilisieren; in diesem Zusammenhang wird an eine gemeinsame Hospizwoche 2005 oder auch an die Bürgerinformationsveranstaltung in Erkelenz im Jahr 2014 erinnert.

Das ist letztendlich auch Ziel der Veranstaltung „Tod im Rheinland“, die am 30. Oktober in der evangelischen Christuskirche in Heinsberg stattfinden soll. Kulturhistorische Informationen über 2000 Jahre Bestattungskultur vermengen sich dort mit kabarettistischem Ansatz. Das Programm soll gleichermaßen bilden wie belustigen und zeigen, dass einem bei der Beschäftigung mit dem Thema Tod der Humor nicht abhandenkommen muss, sondern sogar helfen kann.

Die Akteure sind Martin Stankowski, promovierter Religionswissenschaftler, Autor, Journalist und Erzähler, sowie Rainer Pause, Schauspieler, Kabarettist, Autor, Regisseur und – wie er selbst sagt – „spätberufener Rheinländer aus Leidenschaft“.

Da sich alle Organisationen des Netzwerkes an der Finanzierung des Abends beteiligen, beträgt der Eintrittspreis nur zehn Euro. Karten können unter Telefon 02452/919284 oder per Mail an gsa-hs@caritas-hs.de bestellt werden.

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