Verlängerung der Schulstunden lohnt sich

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Erkelenz. Die Europaschule, die Realschule der Stadt Erkelenz, hat ein neues Stundenraster eingeführt, nach dem die einzelne Schulstunde nun 60 statt bisher 45 Minuten dauert.

Nach rund einem halben Jahr zieht Schulleiter Willi Schmitz eine überaus positive Bilanz.

„Die Verlängerung der einzelnen Schulstunden auf 60 Minuten dient der Entschleunigung”, betont er. Ergebnisse der modernen Hirnforschung hätten ergeben, dass der bisherige 45-Minuten-Rhythmus sich nicht für das Lernen eigne. Der Unterricht endete bisher zu früh”, erklärt Schmitz.

„Die Möglichkeit, das Erlernte noch einmal zu üben, bestand nicht, eine Vertiefung war nicht möglich. Das Problem wurde unnötigerweise in die Elternhäuser verlagert”, beschreibt er den Effekt. Weltweit gebe es nur 18 Länder, in denen die Unterrichtsstunden nach 45 Minuten beendet seien: Österreich, die Schweiz und die 16 deutschen Bundesländer. Alle anderen Länder hätten den Stundentakt längst eingeführt.

„Neben der Zeit hat sich der Unterricht an sich auch geändert. Anstelle der konfrontativen Situation zwischen Lehrern und Schülern ist der kooperative Unterricht getreten, in dem die Schüler das Erlernte auch in Arbeitsgruppen vertiefen.”

Die Einführung der vollen Zeitstunden im Unterricht habe zu einer Beruhigung an der Schule geführt, so Schulleiter Schmitz. „Es ist ruhiger geworden und es kommt zu weniger Zerstörungen als vorher”, betont er. Sicherer ist das neue System - vor allem durch die Entschleunigung des Schulalltags - allem Anschein nach auch. Hatte er vor Einführung des neuen Zeitrasters noch bis zu vier Unfallmeldungen pro Tag zu schreiben, seien es in der letzten Zeit durchschnittlich nur noch zwei pro Monat.

Auch das Kollegium reagiere durchweg positiv auf die Umstellung. So ist auch die Zahl der Krankmeldungen drastisch zurückgegangen.
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