Kreis Heinsberg - Vereine schlagen Alarm: Vor allem Nachwuchssorgen sind groß

Vereine schlagen Alarm: Vor allem Nachwuchssorgen sind groß

Von: mabie
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Kreis Heinsberg. Thema des jüngsten Stopps der „Roten Couch“ des Bundestagsabgeordneten Norbert Spinrath (SPD) war die aktuelle Lage bei den Sportvereinen. Im Sportpark Loherhof nahe Geilenkirchen hatte Spinrath nicht nur rund 50 Vertreter von Vereinen eingeladen.

Mit MdB Dietmar Nietan aus dem Kreis Düren und der Sportpolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, MdB Michaela Engelmeier, holte er sich auch noch parteiinterne Unterstützung mit ins Boot .

„Wo der Sportschuh drückt“ war der Abend überschrieben, und dass Sportvereine immer mehr darüber klagen, dass der Nachwuchs wegbleibt, die Kosten steigen und Förderungen von der öffentlichen Hand immer weiter sinken, hatte Spinrath schon in seiner Einladung geschrieben. „Wir wollen die Situation für Vereine und bürgerschaftlich Engagierte verbessern“, so Spinrath. Das soll über Übungsleiterpauschalen oder auch die teils dringend nötige Sanierung von Sportstätten geschehen, sagte er zu.

Dass es darüber hinaus noch weitere Druckstellen gibt, mit denen sich ehrenamtlich tätige Vereinsvertreter herumschlagen müssen, wurde schnell in der Diskussion klar. Da gab es beispielsweise Fragen danach, ob die Sportpauschale auch tatsächlich bei den Vereinen ankommt. 

Da gab es aber auch Anmerkungen darüber, dass bei Veranstaltungen eine Kennzeichnungspflicht für Lebensmittel gilt. Das traf bei den Verantwortlichen der Vereine nicht unbedingt auf Gegenliebe, doch Michaela Engelmeier riet, trotz der gefühlten „Regulierungswut“ sich hier an die Vorgaben zu halten. „Schon alleine aus persönlichem Schutz würde ich das machen, denn der erste, der eine Allergie kriegt, wird Euch anklagen“, betonte sie.

Als weitere Problematik wurde auch der Druck, der auf Kindern und Jugendlichen schon schulseitig lastet, ausgemacht. In Zeiten von G8 und Offener Ganztagsschule sei es nicht leicht, die Kinder und erst recht die Erwachsenen zu motivieren, sich für den Sportverein zu begeistern.

Dann ging es auch noch um die Frage, wo sich überhaupt noch fähige Übungsleiter finden lassen, die ihre Freizeit damit verbringen, im Sportverein als Betreuer tätig zu sein. Der Mix aus offensichtlichem Zeitmangel, einer schlechteren Vereinsunterstützung mit finanziellen Mitteln und dem fehlenden Nachwuchs, so ließ es sich aus verschiedenen Beiträgen heraushören, bringe manche Vereine an den Rand des Existenzminimums.

Hier riet Michaela Engelmeier den Vereinen zum Umdenken. „Wir sind ja beispielsweise froh, dass wir Ganztagsschulen haben, aber dann müssen auch die Vereine umdenken und kooperieren, man muss nur aufeinander zugehen und auch Trainingszeiten verlagern“, gab sie den Vereinsvertretern mit auf den Weg.

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