Kreis Heinsberg - Verein „Mentor“: Lesekompetenz und Leistungen verbessert

Verein „Mentor“: Lesekompetenz und Leistungen verbessert

Von: anna
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Mehr als 60 Mentoren sind nach ihrer Basisausbildung seit Oktober in 34 Schulen für den Verein „Mentor – Die Leselernhelfer Kreis Heinsberg“ aktiv. Foto: Mentor

Kreis Heinsberg. Ein positives Resümee des ersten Jahres wurde jetzt bei der ersten Mitgliederversammlung des im Dezember 2012 gegründeten Vereins „Mentor – Die Leselernhelfer Kreis Heinsberg“ gezogen.

Der Verein zählt aktuell 115 Mitglieder. Mehr als 60 Mentoren sind nach ihrer Basisausbildung seit Oktober in 34 Schulen im Kreisgebiet aktiv. Sie betreuen insgesamt mehr als 80 Kinder, jeweils einmal pro Woche im Rahmen einer 1:1-Betreuung. „Diese Förderphilosophie hat sich bewährt“, erklärte Vorsitzender Heinrich Spiegel bei der Versammlung im Hückelhovener Hotel Am Park. „Und die beteiligten Schulen sehen unser Wirken als sehr wirkungsvoll an“, ergänzte sein Stellvertreter Peter Kaiser.

Die den Mentoren vom Verein gewährte Aus- und Fortbildung entspreche bereits jetzt den Standards, die der Bundesverband anstrebe, so Spiegel weiter. Der Verein kooperiere mit zwei der derzeit bekanntesten und besten auf die Leseförderung spezialisierten ­Literaturpädagoginnen in Deutschland, Evelyn Derenthal aus Berlin und Monika Hantschel aus Aachen. Darüber hinaus habe der Verein für die Mentoren mittlerweile auch die Möglichkeiten eines regelmäßigen Austauschs im Rahmen eines „Jour fixe“ institutionalisiert.

Parallel dazu sei es dem Verein gelungen, sich gut zu vernetzen, erklärte Kaiser. So gebe es eine gute Zusammenarbeit mit der Volkshochschule, die für Aus- und Fortbildung der Mentoren Räumlichkeiten zur Verfügung stelle und bei der Organisation mitwirke. Weitere Partner seien neben den beteiligten Schulen auch die Bibliotheken und Buchhandlungen in der Region sowie nicht zuletzt zahlreiche Sponsoren.

In der Liste der ersten Veranstaltungen des Vereins findet sich eine Lesung von Richard David Precht, zu der im vergangenen Jahr rund 400 Zuhörer in die Erkelenzer Stadthalle kamen, sowie Lesungen in mehreren Grundschulen, für die mit Sabine Ludwig und Tanja Stewner zwei bekannte Kinderbuchautorinnen gewonnen werden konnten.

Eigene Internetseite

Darüber hinaus hat der Verein eine eigene Internetseite erstellt – im Netz zu entdecken unter www.mentor-kreis-heinsberg.de – wie auch eine eigene Broschüre, die über den Verein informiert.

Anwesende Mentoren berichteten von ihren ersten Erfahrungen bei ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit in den Schulen. Schon nach wenigen Treffen habe sich gezeigt, dass zuvor sehr leseschwache Schüler nicht nur ihre Lesekompetenz, sondern auch ihre Leistungen in anderen Fächern verbessert hätten und zudem mit viel mehr Motivation und Selbstbewusstsein ihren Schulalltag bewältigen könnten, hieß es da. Lob gab es aber aus den Reihen der Mentoren auch für den Vereinsvorstand, vor allem für die gute Organisation der gesamten Vereinsarbeit auf einem sehr hohen Niveau.

Erstes großes Projekt für das Jahr 2014 ist die Installation sogenannter Bücherkisten für die Mentoren in den öffentlichen Büchereien in Erkelenz, Heinsberg, Hückelhoven und Übach-Palenberg.

Aufgrund einer soliden finanziellen Situation des Vereins, die Schatzmeister Thomas Pennartz erläuterte, können weitere Aus- und Fortbildungsveranstaltungen durchgeführt werden. Da derzeit fast 30 Prozent der von den Mentoren betreuten Schüler die vierte Klasse besuchen, wird sich der Vorstand auch mit der Organisation des Übergangs von Schüler und Mentor auf eine weiterführende Schule befassen. Und schließlich soll Anfang Juni zusammen mit allen aktiven Mentoren das erste Mentorfest gefeiert werden.

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