Selfkant - Verein Historische Mühlen: Ausbildung zum freiwilligen Müller

Verein Historische Mühlen: Ausbildung zum freiwilligen Müller

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Im April werden wieder Schnupperkurse angeboten, in denen Interessierte sehen, was man als freiwilliger Müller so alles können muss.

Selfkant. Wer schon immer einmal wissen wollte, wie der Arbeitsalltag eines Müllers aussieht und welche Aufgaben er hat, der kann sich nun ein eigenes Bild davon machen. Der Verein Historische Mühlen im Selfkant bietet im April zwei Schnupperkurse an, denen eine kostenlose Ausbildung zum freiwilligen Müller folgen kann.

Die Selfkantregion gehört mit den historischen Mühlen in Breberen, Waldfeucht, Haaren, Kirchhoven und Millen zu den wohl mühlendichtesten Regionen in ganz Deutschlands. Auch bei Besuchern ist die Region sehr beliebt.

Um die Mühlenregion noch eindrucksvoller in der Öffentlichkeit darzustellen, wurde 2007 der Verein Historische Mühlen im Selfkant gegründet. Dieser hat sich die Unterstützung der Mühlenbetreiber bei der Unterhaltung der Mühlen und die Förderung des handwerklichen Nachwuchses, vor allem die Ausbildung ehrenamtlicher Helfer, der sogenannten freiwilligen Müller, zur Aufgabe gemacht.

Dank der Unterstützung von Theo und Hubert Verbeek, Inhaber der Haarener Windmühle, konnten in kurzer Zeit zehn freiwillige Müller gewonnen werden, die sich in den folgenden Jahren einer umfangreichen Ausbildung in den Selfkantmühlen unterzogen.

Nach einem ersten Einstieg war es bald an der Zeit, sich fachkundige Verstärkung aus den Niederlanden zu holen, um die Ausbildung zu intensivieren. Mit Martie te Brake aus Breedevoord (Gelderland) und Marc Criens aus Kessel (Nähe Roermond) wurden schnell zwei kompetente Ausbilder gefunden. Schwerpunktmäßig wurde die Ausbildung in den Mühlen Kirchhoven und Haaren durchgeführt. Heute sind die elf freiwilligen Müller des Vereins in der Lage, die vier Windmühlen der Region sicher drehen zu lassen. Vier von den Freiwilligen sind sogar in der Lage, selbstständig zu mahlen.

Wer nun der Meinung ist, dass die Ausbildung zum freiwilligen Müller aus sturem Pauken von umfangreichem Fachwissen besteht, der irrt gewaltig. Die Ausbildung erfolgt fast ausschließlich an und in den Mühlen und ist daher sehr praxisbezogen. Dass bei der Ausbildung keine Langeweile sondern viel Spaß angesagt ist, zeigt die Tatsache, dass vor knappt acht Jahren mit zehn Leuten begonnen wurde und der Verein heute mit elf ausgebildeten Freiwilligen gut dasteht.

Neben dem Drehen und Mahlen der Mühle gibt es jede Menge an und in den Mühlen zu tun. So führen die freiwilligen Müller regelmäßig die notwendigen Wartungs- und Reparaturarbeiten durch.

Aber auch die Geselligkeit kommt nicht zu kurz. Einmal jährlich starten sie zu einer zweitägigen Exkursion zu interessanten Mühlen, aber auch anderen Attraktionen, wie beispielsweise ein Besuch der Bataviawerft mit historischen Schiffen in der Nähe von Amsterdam, stehen auf ihrem Programm.

Trotzdem ist der Verein nach wie vor auf Nachwuchskräfte angewiesen, die diese schöne Idee in die nächste Generation tragen. Aus diesem Grund haben sich die Verantwortlichen dazu entschieden, an zwei Samstagen im April kostenlose und unverbindliche Schnupperkurse für Mühleninteressierte anzubieten.

Die beiden geplanten Schnupperkurse finden am Samstag, 9. April, und am Samstag, 16. April, jeweils um 14 Uhr, an einer der Selfkant-Windmühlen statt. Die Teilnehmer werden nach einer allgemeinen Einführung in die Funktionsweise der Mühlen an das Erlernen einfacher Handgriffe herangeführt.

Anmeldungen nehmen Toni Wählen unter Telefon 01577/ 1904402, E-Mail windmuehle.kirchhoven@gmail.com und Josef Vraetz unter Telefon 0163/9747862, E-Mail jvraetz@yahoo.de entgegen.

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