Verbundschule: Nächste Etappe geschafft

Von: sev
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Waldfeucht-Brüggelchen. Nach der Ratssitzung ist man in zwei Fragen der schulpolitischen Reise schlauer. Zum einen wird die Verbundschule Haaren ab dem Schuljahr 2013/2014 fortgeführt mit der Sekundarschule und zum anderen sind die Pläne vom Tisch, schon einen Ganztagsunterricht für das verbleibende Schuljahr in der Verbundschule Haaren einzuführen.

Zum ersten Beschluss wäre aus Sicht des Fraktionsvorsitzenden der Grünen, Jörg van den Dolder, eine weitere Informationsbasis von Nöten gewesen. Doch Schulleiter Willi Florack ließ sich krankheitsbedingt entschuldigen.

Zur Sekundarschule fragte Ralf Kretschmann von der „Union für Waldfeucht”, ob es im Vorfeld über einen Zweckverband einer Gesamtschule an drei Standorten (Gangelt, Selfkant, Waldfeucht) nachgedacht worden wäre. Bürgermeister Schrammen verneinte dies, denn das wäre einst mit dem Zweckverband einer Realschule bedacht worden. Gleichwohl hätte Kretschmann den Start der Sekundarschule gerne schon im nächsten Schuljahr eingeführt, sprich 2012/2013. Doch dies wäre auch nicht im Sinne der Bezirksregierung Köln gewesen, die dies auch in einem Schreiben an die Gemeinde Waldfeucht kundtaten. So wurde letztendlich die Fortführung der Verbundschule Haaren als Sekundarschule ab dem Schuljahr 2013/2014 mehrheitlich beschlossen.

Heftiger ging es vor der Abstimmung zur Einführung des Ganztagsunterrichts an der Verbundschule zu, denn Jörg van den Dolder monierte, dass eine Nothaushaltkommune Steuergelder ausgibt für den Bau einer Mensa und zudem verliert die Gemeinde Waldfeucht Schüsselzuweisungen, falls für einen Schüler im Ganztagsbetrieb fast 1500 Euro vom Land mehr bezahlt werden, wie für einen Schüler im Halbtagsunterricht. Deshalb könnten der Gemeinde Waldfeucht fast 500.000 Euro verloren gehen, wenn die Schüsselzuweisungen auch für die nächsten fünf bis sechs Jahre konstant bleiben.

Diese Ansicht vertrat auch Ralf Kretschmann, „wie können schulpolitische Probleme 90.000 Euro überwiegen?” Hierauf meinte Bürgermeister Schrammen, „sicherlich kann man die Schüsselzuweisungen nicht von der Hand weisen, doch dies ist die eine Seite der Medaille.” Dies begründete Schrammen, das sich Lehrerkonferenz und Schulkonferenz schon für den Start der Sekundarschule ab dem Schuljahr 2013/2014 entschieden hätten, was bedeutet erst ab dann gibt es den Ganztagsunterricht an der Sekundarschule. Der Fraktionsvorsitzende der SPD Heinz Theo Tholen stellte sich auf Seiten der oppositionellen Vorrednern, „wir verzichten hier auf 500.000 Euro.”

Darf man das Schreiben der Bezirksregierung zitieren, aus dem ist zu entnehmen, dass nur eine begrenzte Anzahl an Stellenanteilen für die Einführung des Ganztages zur Verfügung steht, daher sei die Einführung des Ganztages bis zur Überführung der Verbundschule in eine Sekundarschule abzuwarten.

Letzten Endes wurde mit 15 Ja-Stimmen, 11 Nein-Stimmen und einer Enthaltung, der Ratsbeschluss bezüglich der Beauftragung der Verwaltung mit der Schaffung der Voraussetzungen zur Einführung des Ganztagsunterrichts an der Verbundschule zum Schuljahr 2012/2013 aufzuheben.
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