Kreis Heinsberg - Verbesserungen nach Fahrplanwechsel begrüßt

Verbesserungen nach Fahrplanwechsel begrüßt

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Kreis Heinsberg. Der am 13. Dezember vollzogene Fahrplanwechsel bringt nach Ansicht des Verkehrsclubs Deutschland (VCD) erhebliche Verbesserungen für den Nahverkehr im Kreis Heinsberg.

Besonders erfreut zeigte sich der ehrenamtliche VCD-Kreisverband Heinsberg / Mönchengladbach / Viersen über wesentliche Angebotsverbesserungen auf der Regionalbahnlinie Mönchengladbach – Wegberg – Dalheim (RB 34) und auf den Buslinien der West Verkehr.

Schon lange würden der VCD und der Fahrgastverband Pro Bahn ein verbessertes Angebot auf der RB 34 fordern, hieß es am Dienstag in einer Pressemitteilung des VCD. Umso erfreulicher sei es, dass nun der Schienenpersonennahverkehr zwischen Mönchengladbach und Dalheim montags bis freitags neu auf einen Stundentakt – zwischen 6 und 21 Uhr (Abfahrtszeiten in Dalheim) – verdichtet worden sei.

Zusätzlich werde neu auch an allen Wochentagen eine Spätverbindung um 22.35 Uhr ab Mönchengladbach Hauptbahnhof angeboten. Dies sei ein wesentlicher Fortschritt, besonders vor dem Hintergrund, dass noch in den Jahren 2007 und 2008 eine Einstellung der Bahn im Raum gestanden habe, wogegen sich unter anderem von Seiten des VCD und Pro Bahn erheblicher Widerstand geregt habe.

„Kragentarif“ unattraktiv

Nach wie vor sei es jedoch unbefriedigend, dass die Strecke in zwei Tarifverbünden (AVV und VRR) liege und es somit an geeigneten und attraktiven Fahrkarten-Angeboten fehle, erklärte der VCD. So sei der aktuell angewandte „Kragentarif AVV-VRR“ im Vergleich zu anderen Binnenrelationen innerhalb der Verbünde unverhältnismäßig teuer und damit für die Fahrgäste unattraktiv. Der VCD rege daher an, dass der „Kragen­tarif AVV-VRR“ abgeschafft und ersetzt werde durch ein Überlappungsgebiet, bestehend aus den Kommunen Wassenberg, Wegberg, Erkelenz, Hückelhoven (AVV) sowie Nettetal, Niederkrüchten, Schwalmtal, Viersen und Mönchengladbach (VRR).

In diesem Überlappungsgebiet solle dann sowohl der AVV-Tarif als auch der VRR-Tarif gelten. „Leider konnten auch Bus und Schiene zum jetzigen Fahrplanwechsel am Bahnhof Dalheim nicht miteinander verknüpft werden“, so der VCD weiter, da die Linie 413 an anderen Stellen (Taktknoten Bahnhof Heinsberg) Anschlüsse sicherstellen müsse.

Vertaktet und systematisiert

„Sonst bringt der neue Busfahrplan der West Verkehr allerdings einige Verbesserungen“, stellte der VCD fest, so würden die beiden Linien 401 und 402, die auf verschiedenen Linienwegen Heinsberg, Ratheim und Hückelhoven mit Erkelenz verbinden, stringenter vertaktet und systematisiert. Dabei würden vor allem einige Anschlüsse vom und zum Zug in Baal und in Erkelenz optimiert und für Fahrgäste damit attraktiv und auch deutlich besser merkbar.

Auch der Erkelenzer Stadtbus ­Erka-Bus habe einen Taktfahrplan erhalten, der am Bahnhof Erkelenz morgens und vormittags optimale Anschlüsse in Richtung Mönchengladbach vermittele und ab der Mittagszeit Anschlüsse für Fahrgäste, die aus Richtung Mönchengladbach kommen, sicherstellt. Nach einem ähnlichen Konzept werde ebenfalls die Linie 403 von Karken nach Heinsberg am dortigen Bahnhof mit den Zügen von und nach Aachen verknüpft.

Auch Geilenkirchen habe mit dem Fahrplanwechsel einen neuen Stadtbus erhalten, der den Bahnhof mit Burg Trips, Bauchem und Niederheid verbindet. Dabei sei der Bus optimal in den Knoten rund um die Minute Null am Geilenkirchener Bahnhof eingebunden, sodass Anschlüsse sowohl in als auch aus Richtung Aachen, Heinsberg und Mönchengladbach realisiert werden könnten.

Für Dezember 2017 plane die West Verkehr die Einführung einer neuen Stadtbuslinie für Hückelhoven.

„Ein Wermutstropfen“ bleibt aus Sicht des VCD: „Die Anschlüsse der Linie 402 in und aus Richtung Hückelhoven-Ratheim am Bahnhof Dremmen auf die RB 33 von und nach Aachen werden nach wie vor mit nur vier Minuten Umsteigezeit sehr knapp sein.“ Was nicht zuletzt auch am neuen Fahrplan der Deutschen Bahn liege: Dieser sehe neuerdings eine drei Minuten frühere Abfahrt der RB 33 in Heinsberg vor.

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