Verbandsversammlung: Grüne kritisieren „Selbstbedienungsmentalität”

Von: disch
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Kreis Heinsberg. Nach der konstituierenden Sitzung der Verbandsversammlung des Sparkassen-Zweckverbandes des Kreises Heinsberg und der Stadt Erkelenz hat die Kreistagsfraktion von Bündnis 90 / Grünen am Freitag in einer Pressemitteilung die „Selbstbedienungsmentalität” in diesem Gremium kritisiert.

Gegen die Stimmen der drei Grünen in der Verbandsversammlung, die zuvor vergeblich beantragt hatten, die Sitzungsgelder zu halbieren, war wieder eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 330 Euro pro Sitzung beschlossen worden. Diese Summe erhalten die 20 vom Heinsberger Kreistag und fünf vom Erkelenzer Stadtrat entsandten Mitglieder ebenso wie der Verbandsvorsteher und sein Stellvertreter. Das Gremium tagt in der Regel zweimal im Jahr.

Sofia Tillmanns, Kreistagsabgeordnete der Grünen und Mitglied der Verbandsversammlung, bezeichnete es als „völlig unangemessen im Vergleich zum Aufwand der Sitzungen, diesen hohen Betrag zu zahlen”. Die Sitzungsgelder zahle die Kreissparkasse. Damit gehe dies letztendlich zu Lasten aller Kunden. „Diese Selbstbedienungsmentalität lehnen wir Grünen ab.” Wie bereits in der letzten Wahlperiode würden die Grünen ihre Aufwandsentschädigung für einen guten Zweck spenden; so will Sofia Tillmanns ihre 330 Euro aus dieser Sitzung für die Erdbebenopfer von Haiti spenden.

Dr. Hanno Kehren (CDU), der als Vorsitzender der Verbandsversammlung wiedergewählt wurde, wies am Freitag auf Anfrage die Vorwürfe der Grünen zurück. Mit der Entschädigung halte sich die Verbandsversammlung genau an die Richtlinien.

Orientiert an den Bilanzzahlen, sprich an der Größe der Kreditinstitute gibt der Rheinische Sparkassen- und Giroverband Empfehlungen für die Sitzungsgelder des Verwaltungsrates. Im Fall der Kreissparkasse Heinsberg sind dies 330 Euro pro Sitzung; eine Summe, die auf die Verbandsversammlung übertragen wurde.

Es komme darauf an, so Kehren, wie man ein solches Amt wahrnehme und wie man die eigene Arbeit einschätze. Wenn man sich eingehend mit den Themen der Verbandsversammlung befasse, sei dieser Betrag nach seiner Meinung „nicht unangemessen”. Der Vorwurf, dies gehe zu Lasten der Kunden, sei unsinnig. Zwar werde die Summe selbstverständlich aus dem Ertrag der Sparkasse bestritten, aber wenn es Aufsichtsgremien gebe, müssten auch die Kosten dafür bezahlt werden.
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