Heinsberg - Unterschiedliche Sicht der Lage an der JVA

Unterschiedliche Sicht der Lage an der JVA

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Heinsberg. Das Ende der Geschichte bleibt offen - zunächst jedenfalls. Auch der Besuch des Justizvollzugsbeauftragten des Landes NRW, Prof. Dr. Michael Walter, der sich in dieser Woche mit Anwohnern der JVA und der Anstaltsleitung in Heinsberg traf, dient erst einmal der Sondierung der zum Teil gegenteiligen Positionen.

Seit dem Bezug des Neubautraktes der Heinsberger Justizvollzugsanstalt beklagen sich viele Anwohner vor allem über Lärmbelästigungen und verbale Pöbeleien, die von den Insassen ausgehen. Die in der Höhe weit über die Gefängnismauer hinausragenden Gebäude bieten den jungen Inhaftierten zum Teil einen ungehinderten Einblick in die Gärten und Wohnräume der Anwohner.

„Sie haben mir sehr anschaulich dargelegt, was sie bedrückt”, sagt Walter. Natürlich habe er auch in der JVA Erkundigungen eingezogen. „Da hat sich gezeigt, dass manche Dinge allerdings anders gesehen werden.” So gehe es zum Beispiel um die Frage, ob Strafgefangene weniger laut seien als Untersuchungshäftlinge.

Die Anstaltsleitung hat die Zellen von Haus Nr. 9, das als Hauptverursacher der Misere gilt, nämlich zwischenzeitlich mit Strafgefangenen belegt und die vermeintlich lärmenderen U-Häftlinge nach Siegburg ausgelagert. „Die Anwohner sagen, das sei das Gleiche in Grün”, erklärt Walter. Bevor er eine Empfehlung an das Justizministerium geben könne, was zu tun sei, müssten derlei Ungereimtheiten geklärt werden.

Als Walter in Heinsberg weilte, sei es übrigens „still wie in der Kirche” gewesen, sagt er. Allerdings fand sein Besuch in der Mittagszeit statt. Um sich ein authentisches Bild zu verschaffen, wären die Abend- und Nachstunden wohl die bessere Zeit gewesen.
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