Unternehmerschule: „Aus der Praxis für die Praxis“

Von: disch
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Sie freuen sich auf den Auftakt im Kreis Heinsberg: Dr. Moritz Gimpel, Leiter der Unternehmerschule, sowie ­Ulrich Schirowski und Arnd Thebrath von der Wirtschaftsförderungsgesellschaft (v. l. n. r.). Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. „Unternehmer sein steht in keinem Lehrplan!“ Diese Feststellung soll in der hiesigen Region schon bald der Vergangenheit angehören. Am Dienstag wurde bei einem Pressegespräch im Gründer- und Service-Zentrum Hückelhoven (GSZH) die Unternehmerschule Kreis Heinsberg als neues Pilotprojekt vorgestellt.

So mancher Unternehmer kenne sich in seinem Fachgebiet bestens aus, stoße aber vielleicht mit seinen betriebswirtschaftlichen Kenntnissen an Grenzen. Oder er wäre bei Themen wie Personalführung oder Marketing für eine Hilfestellung dankbar. Genau da solle die Unternehmerschule ansetzen, erklärte Ulrich Schirowski, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Heinsberg (WFG).

In Zusammenarbeit mit der WFG will das Netzwerk Integrative Wirtschaftsförderung (NIW) dieses Angebot, das bereits an 22 Standorten in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz realisiert worden ist, nun auch im westlichsten Kreis der Bundesrepublik etablieren.

„Ziel der Schulen ist es, insbesondere klein- und mittelständische Unternehmerinnen und Unternehmer als wichtiges wirtschaftliches Rückgrat zu professionalisieren, sie in ihrer Führungs-, Leistungs- und Wettbewerbsfähigkeit zu stärken“, so lautet die Botschaft vom Gründer der Unternehmerschulen, Peter Müller, der Vorstandsvorsitzender des als eingetragener Verein organisierten, federführenden Instituts für Integrative Wirtschaftsförderung aus Bonn.

Unter dem Motto „Aus der Praxis für die Praxis“ sollen die Dozenten praxisorientiertes und sofort umsetzbares Wissen vermitteln. Bei den Referenten handelt es sich – so wurde erklärt – um erfahrende Kräfte aus der Wirtschaft oder Unternehmensberatung. „Wir wollen den Teilnehmern nicht nur das notwendige unternehmerische Rüstzeug an die Hand geben, sondern auch Plattform für branchenübergreifenden Austausch sein“, so Moritz Gimpel, Dozent und Schulleiter der neu gegründeten Unternehmerschule Kreis Heinsberg.

Gedacht ist diese Schule also vor allem für kleine und mittelstän­dische Betriebe. Firmenchefs und Unternehmensgründer, Führungskräfte und auch Unternehmensnachfolger sollen an zehn Terminen im Laufe von zehn Monaten – jeweils samstags von 9 bis 16 Uhr – im GSZH die Schulbank drücken. Kleine Gruppen von maximal zehn Teilnehmern sollen es möglich machen, auch auf individuelle Fragestellungen einzugehen.

Die Referenten sollen den Teilnehmern auch zwischen den Schulungstagen und nach Abschluss der Schulung als Ansprechpartner mit Rat und Tat zur Seite stehen. Buchbar ist die Unternehmensschule als Gesamtpaket mit allen zehn Terminen für 1850 Euro zuzüglich 19 Prozent Umsatzsteuer, aber auch modul- oder tageweise ist die Teilnahme möglich. Der Tagespreis liegt bei 205 Euro plus Steuer.

Für WFG-Geschäftsführer Ulrich Schirowski ist die Idee der Unternehmerschule mit ihren bezahlbaren Angeboten „einfach, aber frappierend“, es handele sich um „eine sehr pragmatische Vorgehensweise“. Wichtig ist für den Wirtschaftsförderer auch der Aspekt, dass mit diesem Projekt die Bestandspflege für lokale Unternehmen gestärkt werde.

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