Unfallkommission zieht eine positive Bilanz

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Temposünder im Blick: Bei der Jahressitzung der Unfallkommission wurde ein neues Geschwindigkeitsmesssystem von der Bußgeldstelle des Kreisordnungsamtes vorgestellt.

Kreis Heinsberg. Die Zahl der Unfallhäufungsstellen im Kreis Heinsberg nimmt weiter ab. Dies hat jetzt die Unfallkommission festgestellt. Bei ihrer Jahressitzung in der Kreisverwaltung wurde anhand einer Vorher-Nachher-Untersuchung ausgewertet, wie die Maßnahmen an den einzelnen Unfallhäufungsstellen im Kreisgebiet das Unfallgeschehen positiv beeinflusst haben oder sogar vollständig beenden konnten.

Die Teilnehmer befassten sich diesmal mit insgesamt 20 Örtlichkeiten, die als Unfallhäufungsstellen identifiziert worden waren; vier davon erstmals im Jahr 2016. Erfreulicherweise konnte bei sieben Stellen die Erledigung der Unfallhäufung festgestellt werden, teilte die Pressestelle des Kreises mit.

Administration und Federführung der Unfallkommission liegt in Händen des Straßenverkehrsamtes. Dessen Leiter hat sozusagen den Vorsitz der Kommission inne; er ist aber sachlich und fachlich allen anderen Mitgliedern gleichgestellt. Vertreten sind die Bezirksregierung Köln, die Polizei und die Straßenbaulastträger, so zum Beispiel der Landesbetrieb Straßenbau NRW für Landes- und Bundesstraßen. Im Kreis Heinsberg hat es sich seit vielen Jahren bewährt, auch die Ordnungsämter der Städte und Gemeinden zu beteiligen.

Die Polizei erfasst jeden Unfall in einer digitalen Unfalltypen-Steckkarte. Erreicht ein Knoten oder ein Streckenabschnitt bestimmte Schwellenwerte, wird er als Unfallhäufungsstelle identifiziert und gemeldet. Bei einer Ortsbesichtigung wird dann gemeinsam versucht, aus den einzelnen Unfall-Ereignissen ein Gesamtbild zu entwickeln, das Anhaltspunkte für wiederkehrende, häufiger auftretende Probleme bieten könnte.

In jedem Fall wird nach Maßnahmen gesucht, welche die Verkehrsabläufe sicherer machen sollen. Jeweils im Frühjahr findet dann die Jahressitzung mit allen Beteiligten zur systematischen Erfolgskontrolle statt. Mit Stolz wurde diesmal festgestellt, dass die Arbeit der Unfallkommission im Kreis Heinsberg recht erfolgreich sei: Aktuell gibt es noch 13 Unfallhäufungsstellen. Im Jahr 2013 waren es noch 34.

Sofern die Analyse der Unfälle an einer konkreten Stelle ergibt, dass beispielsweise die Überschreitung der dort zulässigen Höchstgeschwindigkeit ein maßgeblicher Faktor ist, ein Einwirken durch straßenverkehrsrechtliche (Beschilderung und Markierung) oder straßenbauliche Maßnahmen (Umgestaltung und Leitelemente) nicht möglich erscheint, kommt im Einzelfall die Installation einer Überwachungsanlage in Betracht.

Der Kreis legt, wie er betont, Wert darauf, „dass stationäre Anlagen ausschließlich an empfohlenen Standorten errichtet wurden und werden“. An diesen Stellen würden sie eindeutig der Erhöhung der Verkehrssicherheit dienen. Damit generell eine möglichst sichere Verkehrsabwicklung stattfinde, sei daneben eine flächendeckende Beachtung der Geschwindigkeitsbeschränkungen anzustreben. Dazu werde die stationäre Geschwindigkeitsüberwachung durch die mobile ergänzt.

Bei der Sitzung stellte die Bußgeldstelle des Kreisordnungsamtes dem Gremium eine neu beschaffte mobile Anlage vor, die erstmals fahrzeugunabhängig betrieben und somit deutlich flexibler eingesetzt werden kann.

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