Kreis Heinsberg - Unfall mit zwölf Verletzten geübt

Unfall mit zwölf Verletzten geübt

Von: hewi
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Angehende Notärzte erlebten im Rahmen ihrer Ausbildung an der Feuerwache in Erkelenz den Notfall mit all seinen „Nebenwirkungen”. Foto: Koenigs

Kreis Heinsberg. Die Freiwillige Feuerwehr und die Notärzte ließen es am Samstag auf dem Gelände der Feuerwehr in Erkelenz richtig krachen. Ein Unfall mit zwölf Verletzten sowie ein Starkstromunfall und weitere Alltagskatastrophen standen auf dem Programm beim praktischen Teil der Fortbildung „Notarzt im Rettungsdienst”.

Dabei ging es darum, vor Ort die Lage und den Grad der Verletzungen schnell zu ermitteln und die entsprechenden Schritte in die Wege zu leisten sowie passende Ersthilfemaßnahmen durchzuführen.

Rund 40 Mediziner aus ganz NRW und darüber hinaus waren gekommen, um an der Veranstaltung der Ärztekammer Nordrhein und der „Arbeitsgemeinschaft Notärzte in NRW” teilzunehmen. Voran gegangen war eine Woche der theoretischen und praxisnahen Ausbildung der Mediziner. Ziel der Fortbildung war eine Qualifikation zum Notarzt im Rettungswagen.

„Um möglichst viele Menschenleben zu retten, ist eine gute Zusammenarbeit mit den Trägern der Rettungsdienste und der Feuerwehr nötig”, betonte Übungsleiter Dr. Alexander Herz. Der Erkelenzer hatte die Fortbildung mit seinen Kollegen Axel Auler und Dr. Achim Bihn abgehalten. Auch Stadtbrandinspektor Wolfgang Linkens hob die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor. „Ohne eine schnelle und reibungslose Kommunikation kann es vor Ort nicht funktionieren”, betonte er.

Neben der Feuerwehr wirkten auch die Polizei und der Energieversorger NVV mit, um die Übungen möglichst realistisch zu gestalten. Dazu trug auch der „Realistische Unfalldemonstrations-Trupp” (RUP) unter Leitung von Stefanie Hoffmanns bei. Mit künstlichen Verletzungen und Wunden schufen sie das Szenario, in dem später einer der Notärzte tätig sein und Entscheidungen treffen musst, die über Leben oder Tod entscheiden können. Die Kursteilnehmer mussten an den Stationen die Lage erfassen und die folgenden Schritte einleiten.

„Mit unserer Arbeit können wir dazu beitragen, dass die Zahl der Mediziner auf Rettungswagen stetig steigt”, erklärte Herz am Rande der Übung. Bis zum Eintreffen der Mediziner würden in den meisten Fällen wichtige Minuten verstreichen. „Die ersten am Unfallort sind meist Passanten”, so Herz.

Wenn diese in ausreichender Anzahl über Grundkenntnisse in der Ersten Hilfe verfügen würden, könnten noch mehr Unfallopfer gerettet werden. Entsprechende Kurse würden zwar angeboten, aber zu selten in Anspruch genommen. Am Ende der Fortbildung in Erkelenz standen auf jeden Fall rund 40 neue Notärzte, die für den Einsatz auf den Rettungswagen vorbereitet sind.
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