Und am Schluss sogar ein paar Tränen verdrückt

Von: anna
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Begeistert: Martin Grefen, Sim
Begeistert: Martin Grefen, Simon Heffels, Christian Nebe, Lehrer Josef Backhaus und Nilandini Balachandran (von links) Foto: Thomas

Heinsberg. Zum dritten Mal hatten in diesem Jahr vier Schüler des Heinsberger Kreisgymnasiums die Gelegenheit, auf Schloss Rolduc in Kerkrade an der Projektwoche „Jugend im Dialog” teilzunehmen.

Sie ist Teil des jährlichen, internationalen Kultur- und Wissenschaftsfestivals der Stiftung „Euriade”.

Nilandini Balachandran, Martin Grefen, Simon Heffels und Christian Nebe, alle vier Schüler der Jahrgangsstufe 12, trafen dazu zusammen mit ihrem Lehrer Josef Backhaus in der Abtei Rolduc mehr als 70 weitere Schüler und rund 20 Lehrer aus insgesamt acht verschiedenen Ländern: aus Belgien, Deutschland und Israel, aus den Niederlanden, aus Österreich, Rumänien Russland und Südafrika. Im Rahmen eines facettenreichen Programms galt es für alle vier, sich mit den Jugendlichen anderer Nationalitäten auseinanderzusetzen, auf sie zuzugehen, ihnen zuzuhören und mit ihnen ins Gespräch zu kommen.

Das fing schon bei der Zimmerbelegung an, berichtet Nilandini Balachandran, die sich ihr Zimmer für die fünf Tage mit einer Schülerin aus Israel teilte. Gemeinsam mit ihren Mitschülern lernte sie Peter Maffay, den neuen Träger der Martin-Buber-Plakette, ebenso kennen wie seinen Laudator Frank Walter Steinmeier. Alle vier nahmen an einem Symposium teil, das sich der Frage „Was ist Leben?” widmete, besuchten ein Kloster und die Lebenshilfe in Aachen. Und sie erlebten Auftritte von Pianisten, Cellisten, Tänzern, Sängern und von einem Clown. Ausflüge nach Aachen und Maastricht rundeten das Programm ab.

Alle sind begeistert von ihrer Erfahrung und immer noch erstaunt darüber, wie es gelingen konnte, so schnell derart intensive Freundschaften mit Jugendlichen schließen zu können. In einem neuen Verein oder in einer neuen Klasse gestalte sich dies sehr viel „schwerfälliger”, beschreibt es Christian Nebe und staunt dann über die „sehr schnellen und sehr engen Freundschaften”, die auch er in der einen Woche schließen konnte.

Seine Einstellung zu Jugendlichen aus anderen Ländern sei zuvor gar nicht so positiv gewesen, räumt Martin Grefen ein. „Und dann musste ich am Schluss sogar ein paar Tränen verdrücken”, erzählt er. „Gut, dass es das Internet gibt”, fügt Nilandini Balachandran hinzu. „So können wir auch weiterhin mit unseren neu gewonnenen Freunden in Kontakt bleiben.” Ihr habe die Woche gezeigt, dass auch ganz unterschiedliche Menschen sehr gut zusammenleben können, selbst wenn sie nicht die gleiche Sprache sprechen. „Eigentlich war ja dort jeder Ausländer”, überlegt Christian Nebe. „So sollte Europa sein!”, betont Martin Grefen.
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