Umzug der Pfarrcaritas St. Peter und Paul: Größere Kleiderkammer

Von: Petra Wolters
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Freuen sich über die neuen Möglichkeiten, die die vergrößerte Kleiderkammer der Pfarrcaritas in Wegberg bietet: Marion und Karl-Josef Brüning. Foto: Wolters

Wegberg. Mit ihrem Umzug von der Birkenallee in das Gebäude des ehemaligen Klosters am Rathausplatz hat die katholische Pfarrcaritas St. Peter und Paul die Fläche ihrer Kleiderkammer von bisher 60 auf jetzt rund 110 Quadratmeter vergrößern können.

Im Rahmen der offiziellen Eröffnung erinnerte Marion Brüning, die die Pfarrcaritas gemeinsam mit ihrem Mann Karl Josef leitet, an deren Gründung durch eine Initiative von Gerta Kleinen vor 20 Jahren. Mittlerweile hat die Einrichtung nicht nur Kleider im Angebot, sondern „alles, was gebraucht wird”, so Marion Brüning. So finden sich in den fein säuberlich an den in braunem Holz vertäfelten Wänden befestigen, weißen Regalen zum Beispiel auch Bettwäsche oder Gardinen, darüber hinaus sogar Bücher oder Spiele - ebenso säuberlich sortiert und akkurat gestapelt.

Weitere Angebote präsentiert die Kleiderkammer - einem kleinen Warenhaus ähnlich - in Körben aus Edelmetall oder auf großen Kleiderständern. Wie wichtig dieses Angebot der Pfarrcaritas aktuell ist, kann deren Leiterin in einem ersten Rundgang vor der Eröffnung an Zahlen festmachen: „Im vorigen Jahr waren es noch acht oder neun Abholer pro Öffnungstag”, berichtet sie. „Mittlerweile sind es 20 bis 23. Die Armut wird drastisch mehr.” Viele Menschen würden sich zwar am Anfang scheuen. „Aber wenn das Eis einmal gebrochen ist, ist das kein Problem mehr”, so Brüning.

Im größten der drei Räume, die der Pfarrcaritas zur Verfügung stehen, begrüßte sie dann zahlreiche Gäste, unter ihren Diakon Theo Wolber in Vertretung für den erkrankten Pater Laetantius Morskieft und die evangelische Pfarrerin Ute Schlammer. Brüning sprach im Sinne des Paters, als sie erklärte, dass neben Liturgie und Verkündigung die Caritas die dritte Säule der kirchlichen Arbeit sei. Sie selbst dankte dann allen Helfern, die sich am Umzug und beim Aufbau der neuen Kleiderkammer beteiligt hatten. „Ich hoffe, es wird in den neuen Räumen so schön werden, wie ihr es euch erhofft habt”, betonte sie. „Ich finde, es ist ganz schön geworden.”

Die Gründer hätten die Kammer vor 20 Jahren vielleicht eingerichtet mit dem Gedanken, dass die Zeiten besser würden. „Aber wir sehen, sie werden wohl nicht besser”, so Wolber. „Wecke in den Bürgern die Bereitschaft, den sozial schwachen, kranken und einsamen Menschen zu helfen”, betete er in seinen Fürbitten, nachdem er zuvor eine Passage aus dem Lukas-Evangelium gelesen hatte. Dann segnete er die Einrichtung offiziell ein. Pfarrerin Schlammer übergab Marion Brüning zum Abschluss des offiziellen Teils der Eröffnungsfeier eine Kerze und las eine kurze Textpassage und dem Titel „Gib mir ein Licht.”

Die Kleiderkammer der Wegberger Pfarrcaritas ist geöffnet jeweils donnerstags von 14.30 bis 16.30 Uhr. Nicht nur Kleidung, derzeit vor allem Winterbekleidung für Kinder würden derzeit dringend benötigt, sondern auch neue ehrenamtliche Helfer, so Marion Brüning. Diese wiederum könnten nicht nur in der Kleiderkammer engagieren, sondern auch in anderen Aufgabenbereichen der Pfarrcaritas, etwa in der Betreuung alter und kranker Menschen. „Wir haben noch genügend Bezirke”, betonte sie. Derzeit zählt die Wegberger Pfarrcaritas 59 ehrenamtliche Helfer, davon sind jedoch 14 im Ruhestand.
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