Kreis Heinsberg - Ulla Meurers Listenplatz 49: „Nicht berauschend” - aber sicher?

Ulla Meurers Listenplatz 49: „Nicht berauschend” - aber sicher?

Von: disch
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Kreis Heinsberg. „Mit Optimismus” gehe die SPD im Kreis Heinsberg in den Landtagswahlkampf, sagte Unterbezirksvorsitzender Norbert Spinrath am Freitag bei einem Pressegespräch im Hückelhovener SPD-UB-Büro. Ein Regierungswechsel in Düsseldorf sei „überfällig”.

Für die Landtagswahl am 9.Mai sei die SPD mit den Kandidatinnen Ulla Meurer aus Heinsberg im Südkreis und Nicole von den Driesch aus Wegberg im Nordkreis „gut aufgestellt”.

Zuversichtlich zeigte sich auch Ulla Meurer, was ihre eigenen Chancen auf einen erneuten Einzug in das Landesparlament angeht. Vor fünf Jahren war sie mit Reservelistenplatz 42 völlig überraschend in den Landtag gelangt.

Jetzt steht die stellvertretende Landesvorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) auf Rang 49. Dieser Listenplatz sei „nicht berauschend”, sagte Meurer, aber aufgrund der erwarteten Überhang- und Ausgleichsmandate scheine er sicher zu sein.

Die 54-jährige gelernte Industriekauffrau bezeichnete sich selbstbewusst als „eine Frau, die durchaus eine Menge für den Kreis Heinsberg tut und für das Land Nordrhein-Westfalen”.

Was das Verhältnis der SPD zur Partei Die Linke angeht, so zeigte sich die sozialdemokratische Abgeordnete (die mit dem Fraktionsvorsitzenden der Linken im Heinsberger Kreistag, Dieter Meurer, „glücklich verheiratet” ist, wie sie betonte) auf Nachfrage doch sehr reserviert.

Die Konzepte der Linken in NRW seien „nicht umsetzbar”. Die Spitze der Linken in NRW vertrete „radikale Ansichten”. „Wir werden versuchen, sie aus dem Landtag rauszuhalten”, dies gelte für die Partei Die Linke ebenso wie für die FDP. Meurer sah jedoch keine Notwendigkeit, sich vor der Wahl mit Aussagen zu möglichen oder nicht möglichen Koalitionen festzulegen.

Nicole von den Driesch steht auf Listenplatz 77. Dieser scheine ihr nicht sicher zu sein, merkte die 39-jährige Bundesbankbeamtin und zweite stellvertretende Bürgermeisterin von Wegberg an. Dies werde sie jedoch nicht von einem engagierten Wahlkampf abhalten. Den Wahlkreis zu gewinnen, wie dies der SPD 1985 gelungen war, sei schwierig, aber sie wolle es probieren.

Norbert Spinrath, der Unterbezirksvorsitzende, räumte ein, dass die Kreis Heinsberger SPD bei der Aufstellung der Landesreserveliste nicht in dem Maße zum Zuge gekommen sei, wie sie das angestrebt habe. Sein Verständnis von einer Landesreserveliste sei es, dass über diese vor allem auch regionale Bereiche abgesichert werden sollten, in denen die Partei keine oder nur geringe Aussichten besitze, das Direktmandat zu gewinnen. Die SPD im Kreis Heinsberg sei jedenfalls nicht gewillt, die bisherige Verfahrensweisen weiterhin zu ertragen, kündigte er an, dieses Problem zu einem Gesprächsthema in den Parteigremien machen zu wollen.
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