Kreis Heinsberg - Über sieben Millionen Euro für die EK5

Über sieben Millionen Euro für die EK5

Von: disch
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Kreis Heinsberg. „Leute, die so viel Geld mitbringen, begrüßen wir immer besonders herzlich bei uns im Kreis”, sagte Landrat Stephan Pusch scherzhaft am späten Mittwochnachmittag im Heinsberger Kreishaus.

Und der Gast, der Kölner Regierungspräsident Hans Peter Lindlar, freute sich wiederum über seine schöne Aufgabe als „reitender Bote”: Der RP überreichte an den Landrat einen ersten Zuwendungsbescheid in Höhe von gut 7,17 Millionen Euro für den Bau der EK5, die ab 2012 als Ortsumgehung von Haaren, Kirchhoven, Lieck und Heinsberg dienen soll.

Der symbolische Erste Spatenstich war - wie berichtet - bereits im April im Beisein von NRW-Verkehrsminister Lutz Lienenkämper vollzogen worden, nachdem die Finanzierung des gesamten, etwa 17 Millionen Euro kostenden Straßenbauprojekts als gesichert galt.

Mit dem nun überreichten Zuwendungsbescheid in Höhe von über sieben Millionen Euro wird der 5,1 Kilometer lange und elf Millionen Euro teure erste Bauabschnitt mit den Umgehungen für Haaren, Kirchhoven und Lieck zu 65 Prozent bezuschusst; überwiegend aus Bundesmitteln.

Ein solcher Zuschuss wird auch für den 2,3 Kilometer langen und sechs Millionen Euro teuren zweiten Abschnitt mit der Umgehung für den Heinsberger Stadtkern erwartet. Die Gelder - auch aus dem aktuellen Zuwendungsbescheid - fließen allerdings größtenteils erst später, in den Jahren ab 2014; der Kreis finanziert neben dem Eigenanteil auch diese Mittel vor. Dies wurde als ein durchaus übliches Prozedere bezeichnet.

Zunächst einmal entstehen für die EK5 drei neue Brückenbauwerke. Der Regierungspräsident sprach angesichts der größtenteils in Tieflage geplanten Strecke, die zusätzlich Lärmschutzelemente erhalten werde, von einer „bürgerfreundlichen Trasse”.

Vom Kreis an die Bezirksregierung überreicht wurden am Mittwoch die Unterlagen zur Einleitung des Planfeststellungsverfahrens zu den Ortsumgehungen Gangelt (EK13/EK17; drei Kilometer; 5,96 Millionen Euro) und Vinteln (EK17; ein Kilometer; 2,15 Millionen Euro). Wie Dezernent Josef Nießen von der Kreisverwaltung erläuterte, sei mit einem Baubeginn frühestens 2014/2015 zu rechnen. Im Raum Gangelt werden sich nach Prognosen die Verkehrsströme vor allem auf den Zubringerstraßen zur B56n deutlich verändern. „Die geplanten Ortsumgehungen sollen die bestehenden Ortsdurchfahrten entlasten”, so Nießen.
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