Erkelenz-Lövenich - Über den Rand des Tellers schauen lernen

Über den Rand des Tellers schauen lernen

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Na ja, zum richtigen Glasbläser reicht die Luft wohl doch noch nicht so ganz. Aber allein das Reinschnuppern macht Spaß. Wie überhaupt das Lernen und Spielen bei den „Wühlmäusen” in Lövenich. Foto: Wichlatz

Erkelenz-Lövenich. Der Waldkindergarten „Wühlmäuse” nimmt als einziger deutscher Kindergarten an dem europaweiten Comenius-Projekt zum Thema „Natur und Kunst” teil. Das Comenius-Projekt soll dazu beitragen, aus den Kindern des Waldkindergartens „kleine Europäer” zu machen, betont die Leiterin Bettina Löpers.

„Sie lernen, über ihren Tellerrand hinauszuschauen und Europa aktiv kennenzulernen”, umreißt sie die Zielsetzung des Projektes. Dabei sollen die Kinder auch spielerisch lernen, dass vieles in ihrer eigenen Verantwortung liegt.

Die pädagogischen Mitarbeiter der teilnehmenden Kindegärten lernen durch ihre Reisen auch neue pädagogische Ansätze kennen und fördern so auch den fachlichen Austausch zwischen den teilweise sehr verschiedenen Systemen der frühkindlichen Förderung.

Der Waldkindergarten in Lövenich besteht seit rund einem Jahr und vermeldet zufrieden stellende Anmeldezahlen. Er entstand auf Initiative von Eltern, die kurzerhand den Verein „Wühlmäuse” gegründet und somit den Waldkindergarten in Lövenich ins Rollen gebracht haben. Der Bauwagen des Kindergartens steht am Bolzplatz in Lövenich, von wo aus die Kinder mit ihren Betreuerinnen täglich in den Wald aufbrechen.

Ab dem kommenden Jahr bietet der Waldkindergarten auch die Betreuung der unter Dreijährigen an.

Die „Wühlmäuse” sind neben der Franziskusschule nicht nur die zweite pädagogische Einrichtung in Erkelenz, sondern im Bereich Kindergarten und Grundschule auch aus ganz Deutschland, die an dem Comenius-Projekt teilnimmt. „Da liegt es nahe, dass beide auch ein gemeinsames Projekt planen”, erklärt Löpers.

Die Partnereinrichtungen in Lettland und Polen wurden bereits im August und November besucht. Dabei sei es nach dem ersten Kennenlernen zu einem regen Austausch über die pädagogische Arbeit und mögliche gemeinsame Aktionen gekommen, so Löpers. Einmal pro Woche wollen die teilnehmenden Kindergärten aus allen Teilen Europas zeitgleich kleine Aktionen durchführen, wie zum Beispiel den „Friedenstanz”.

Der wurde auch zur selben Zeit am Tag des Friedens (20. September) in den acht europäischen Ländern aufgeführt. Auch über das Comenius-Projekt hinaus bietet der Verein den Waldkindern ein aktives und abwechslungsreiches Programm.

So konnten sie zum Beispiel passend zum bevorstehenden Weihnachtsfest mit einem Glasbläser ganz praktisch ihre eigenen Christbaumkugeln blasen.
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