Aachen - TuS Rheinland Dremmen gewinnt das Finale um den Hallencup

TuS Rheinland Dremmen gewinnt das Finale um den Hallencup

Von: Helga Raue
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So jubeln Sieger: Der TuS Rhei
So jubeln Sieger: Der TuS Rheinland Dremmen gewann den Hallencup. Mit ihm freute sich Erich Timmermanns von der Sparkasse (rechts). Foto: Andreas Steindl

Aachen. Lange war das Finale ein offener Fight, und noch in die zweite Hälfte gingen beide Teams mit 2:2 Kopf an Kopf ins Rennen. Doch in der Schlussphase hatte der TuS Rheinland Dremmen, nicht zuletzt dank des immer stärker werdenden Pascal Thora, der allein im Finale drei seiner zehn Turniertore erzielte, mehr zuzusetzen als Alemannia Mariadorf.

6:3 endete das Duell der beiden Landesligisten, und danach gab es bei den Dremmenern und ihrem Anhang kein Halten mehr. „Das ist unser erster Turniererfolg beim Hallencup der Sparkasse, und wir sind stolz auf diesen Sieg”, jubelte Claus Richter.

„Ich denke, wir haben das Endspiel gegen starke Mariadorfer letztlich verdient gewonnen”, war der Dremmener Coach zufrieden mit dem Auftreten seiner Mannschaft. „Das Turnier hat als bestes Hallenturnier der Region eine besondere Bedeutung, daher habe ich auch meine besten Akteure mitgebracht.” Dremmen hatte in der Vorrunde Vorjahressieger Germania Teveren aus dem Rennen geworfen. „Meist stehen wir uns ja im Vorrundenfinale gegenüber, daher ist es für uns schon mal besonders schwer, uns für die Endrunde in Aachen zu qualifizieren.” Schon 2010 hatte Dremmen im Finale gestanden, war damals aber als Bezirksligist am GFC Düren gescheitert.

In der Vorrunde beendete Dremmen die Siegträume von Hertha Walheim. Noch am Tag zuvor hatte der Mittelrheinligist die favorisierte U 23 von Alemannia Aachen mit 5:1 düpiert, doch gegen den Heinsberger Klub bekam das Team von Mirko Braun kein Bein an den Boden. „Wir sind mit Dremmens Spielweise absolut nicht parat gekommen”, ärgerte sich der enttäuschte Hertha-Coach nach der 1:3-Niederlage.

Geknickt musste dagegen Frank Raspe nicht sein. „Ich bin wirklich zufrieden, toll, dass wir überhaupt das Endspiel des Turniers erreicht haben”, sagte Mariadorfs Coach. Der musste am Finaltag auf Fabian Benzelrath und seinen Torjäger Peter Szczyrba, der allein in der Vorrunde neun Mal traf, verzichten. Szczyrbas Muskelverletzung war nach dem engagierten Einsatz in der Vorrunde, als man Mittelrheinligist SV Rott aus dem Rennen geworfen hatte, erneut aufgebrochen. Zudem stand mit Dieter Lothmann der Keeper der Mariadorfer Reserve im Gehäuse. „Ich habe erst am Abend zuvor eine SMS bekommen, ob ich spielen könnte”, berichtete der 25-Jährige, der sonst in der Kreisliga B das Gehäuse der „Südpark Bulldogs” hütet. Lothmann machte seine Sache sehr ordentlich. „Schön, dass er eingesprungen ist, denn unsere Nummer 1, Thomas Weitz, weilt ebenso wie der A-Jugend-Keeper in Urlaub”, sagte Raspe, der sich besonders für Pascal Willems, zum besten Spieler des Turniers gekürt, freute. „Nach einer schweren Verletzung kommt Pascal langsam in Fahrt. Er ist technisch und spielerisch sehr gut und vor allem charakterlich einwandfrei.”

Das Halbfinale der Land-Alemannen gegen Mittelrheinligist Viktoria Arnoldsweiler hatte es in sich gehabt: Mariadorf führte zur Pause, geriet dann in Rückstand. Kurioserweise gelang der Anschluss nach der Roten Karte für den eigenen Spieler Sydney Somao. Als Arnoldsweilers Keeper Wolfgang Becker nach hartem Einsteigen ebenfalls von Ruven Fux Rot sah und Spieler Dennis Oepen ins Tor musste, drehte sich das Blatt endgültig.

„Die Rote Karte war wie die anderen Entscheidungen völlig in Ordnung. Der Schiedsrichter hat zwar kleinlich gepfiffen, das muss er beim Hallenfußball aber auch, damit es nicht aus dem Ruder läuft”, befand Viktoria-Coach Bernd Steinbusch. „Ich denke, die Zuschauer haben ein gutes Spiel gesehen, da beide Mannschaften nach vorne spielen wollten. Es hat Spaß gemacht, nur schade, dass wir vor dem Finale ausgeschieden sind.” Arnoldsweiler reiste nur mit acht Spielern an, da Mustafa Avci am Nachmittag einen Autounfall hatte, der aber glimpflich ausging.

Halbfinale 1: Walheim - Dremmen 1:3

Halbfinale 2: Mariadorf - Arnoldsweiler 7:5

Finale: Dremmen - Mariadorf 6:3
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