TÜV Nord schließt seine drei Bildungszentren im Kreis

Von: Norbert F. Schuldei
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Kreis Heinsberg. Die drei Bildungszentren der TÜV Nord GmbH & Co. in Hückelhoven, Erkelenz und Geilenkirchen werden geschlossen. Dies bestätigte Konzernsprecherin Irena Tsagurnis am Montag auf Anfrage unserer Zeitung.

„Allerdings nicht in den nächsten zwölf Monaten”, fügte Tsagurnis hinzu. Die bereits angelaufenen Maßnahmen würden weiter geführt, und man „bemüht sich auch um die Aquirierung neuer Maßnahmen”. Realsitisch müsse man allerdings davon ausgehen, dass „die drei Standorte spätestens 2013 geschlossen” würden. Die TÜV Nord Bildung hatte die Einrichtungen erst im vergangenen Juli von der RAG Bildung GmbH übernommen.

Aus der Zentrale der TÜV Nord Bildung („Wir entwickeln Kompetenzen”) in Essen wurde am Montag bestätigt, dass am Dienstag um 13.30 Uhr in Mönchengladbach im Haus der Begegnung eine Betriebsversammlung stattfindet. Dort werden nach Informationen aus der Belegschaft etwa 300 Mitarbeiter aus den insgesamt 16 Bildungszentren der TÜV Nord Bildung erwartet.

„Es gibt einen Zeitplan”

„Es geht um den Status aller unserer Bildungszentren”, sagt Tsagurnis. „Ja”, bestätigt sie auf Nachfrage, „es gibt einen Zeitplan”. Für die Schließung von mindestens zehn Zentren an Rhein und Ruhr - einschließlich der an der Rur ohne H. Wie aus Mitarbeiterkreisen zu erfahren war, sollen 350 bis 450 der insgesamt 1500 Stellen abgebaut werden. Hintergrund der Schließungen ist die finanzielle Schieflage, in der die TÜV Nord Bildung („Wir fördern die Beschäftigungsfähigkeit”) geraten ist.

Als Grund werden unter anderem Einbrüche bei den Weiterbildungsmaßnahmen, die von der Agentur für Arbeit vergeben werden, genannt. Man spricht von Verlusten in Höhe von rund zwei Millionen Euro in den ersten vier Monaten dieses Jahres. Zwischen Stolberg und Hückelhoven beschäftigt die TÜV Nord Bildung rund 125 Mitarbeiter. „Wie viele von der Schließung der Zentren in Hückelhoven, Erkelenz und Geilenkirchen betroffen sind, lässt sich nicht sagen”, betonte Tsagournis. Man bemühe sich, die „Mitarbeiter auf andere Standorte zu verteilen”.
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