Trotz Krise: MHWirth stellt neue Auszubildende ein

Von: Daniel Gerhards
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Trotz Krise investiert MHWirth in die Zukunft: Acht neue Auszubildende haben beim Bohrgerätehersteller angeheuert. Foto: MHWirth

Erkelenz. Trotz Krise stärkt der Bohrgerätehersteller MHWirth den Standort Erkelenz. Anfang August haben acht neue Auszubildende bei MHWirth in Erkelenz angeheuert. Im Februar hatte das Unternehmen wegen der angespannten Lage auf dem Weltmarkt noch angekündigt, rund 190 Stellen am Standort Erkelenz abzubauen.

Dieser Arbeitskräfteabbau ist mittlerweile vollzogen. Nach Gesprächen mit dem Betriebsrat sei der Umfang der Stellenstreichungen noch einmal etwas reduziert worden, sagte Unternehmenssprecherin Kerstin Richter auf Nachfrage unserer Zeitung. „Seit Februar 2016 hat sich die Anzahl der Mitarbeiter am Standort Erkelenz um circa 30 Prozent reduziert, was neben den Personalanpassungen auch auf eine natürliche Fluktuation zurückgeht“, sagte sie.

Dabei seien die meisten der ehemaligen MHWirth-Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft gewechselt. Damit hat das Unternehmen am Standort Erkelenz nun noch knapp 430 Mitarbeiter – inklusive 37 Auszubildenden.

Der Arbeitsplatzabbau sei nach Angaben des Unternehmens eine Reaktion auf die stark rückläufige Geschäftsentwicklung, „die durch den globalen Rückgang von Investitionen in den Öl- und Gasmärkten hervorgerufen wurde“, gewesen. Weltweit waren die Investitionen in den Öl- und Gasmärkten in den vergangenen beiden Jahren massiv zurückgegangen.

„Der Ölpreis ist seit Anfang 2014 um etwa 70 Prozent gesunken. Dies hat den Wettbewerbsdruck für die beteiligten Unternehmen enorm erhöht und sich auch auf die Umsatzentwicklung bei MHWirth ausgewirkt“, teilte das Unternehmen im Februar mit.

Wichtig für den Gesamtkonzern

An dieser Situation habe sich im Grunde nicht viel geändert, sagte Richter. Vielmehr sei es als Bekenntnis zum Standort Erkelenz zu werten, dass auch weiterhin neue Auszubildende eingestellt werden, sagte sie. „Der Standort ist wichtig für den Gesamtkonzern.“

Weil es nun schon seit längerer Zeit in der Öl- und Gasförderbranche weltweit kaum Investitionen gegeben habe, hoffe das Unternehmen darauf, sich gut positionieren zu können, wenn das Geschäft wieder anzieht, sagte Richter. Dafür sei das Know-how in der Belegschaft wichtig. „Gut ausgebildete Nachwuchskräfte sind eine wichtige Investition in die Zukunft unseres Unternehmens“, sagte auch Einar Brønlund, Geschäftsführer von MHWirth am Standort Erkelenz.

Von den neuen Auszubildenden haben sich fünf für eine gewerbliche Ausbildung entschieden, zwei für eine kaufmännische und einer für eine technische Ausbildung. Zusätzlich übernimmt das Unternehmen in Erkelenz im Rahmen der sogenannten Verbundausbildung Teile der praktischen Berufsausbildung für kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Kreis Heinsberg.

MHWirth ist nach eigenen Angaben ein weltweit führender Anbieter für Bohrlösungen und -dienstleistungen. 2200 Fachkräfte seien für den Konzern auf allen fünf Kontinenten in den Niederlassungen in über 16 Ländern tätig.

Die Ausbildungsplattfom in der Region Aachen, Düren und Heinsberg: acubi.de

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