Trost in den letzten Lebenstagen

Von: Anna Petra Thomas
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Der Förderverein für die Pal
Der Förderverein für die Palliativstation stellt sich vor: Dr. Peter Kolen, Renate Beumers-Rulands, Ludwig Florack, Dr. Jürgen Minartz, Hans-Peter Hilgers, Franz Jakobs und Heinz-Gerd Schröders (v.l.n.r.). Foto: Anna Petra Thomas

Heinsberg. „Schon die erste große Spende, bevor wir mit unserer eigentlichen Arbeit begonnen haben!”, freute sich Heinz-Gerd Schröders, Geschäftsführer des städtischen Krankenhauses, als er im Neubau auf der noch im Ausbau befindlichen Palliativstation erste Gäste begrüßen konnte.

Neben den Vorstandsmitgliedern des neu gegründeten Fördervereins für diese Station war dies Chefarzt und Internist Dr. Jürgen Minartz, der mit seinem Kollegen, dem Anästhesisten Hans-Georg Troschke, die Station leiten wird. Minartz überreichte dem Förderverein einen Scheck über 2250 Euro.

Dieses Geld war zusammengekommen, als der 50-jährige Mediziner anlässlich seines Geburtstages auf Geschenke verzichtet hatte zugunsten von Spenden für den neuen Verein. Schröders stellte bei diesem Termin eine kleine Broschüre vor, in der der Förderverein über seine Arbeit informiert. Vorsitzender ist Ludwig Florack, sein Stellvertreter Franz Jakobs. Als Schatzmeisterin fungiert Renate-Beumers-Rulands, als Schriftführer Heinz-Gerd Schröders. Beisitzer im Vorstand sind Hans-Peter Hilgers und Dr. Peter Kolen.

Ganzheitliche Betreuung

„Pallium bedeutet der Mantel”, heißt es in der Broschüre zur Erläuterung der Arbeit, die auf der Station geleistest werden soll. „Wie ein Mantel umgibt die Palliativmedizin den schwer kranken Menschen durch eine ganzheitliche Betreuung.” Auf der Station, die für vier Patienten eingerichtet ist und im Sommer eröffnet werden soll, geht es demnach nicht nur um die Behandlung der körperlichen Leiden, sondern auch um die psychischen, sozialen, geistlichen und religiösen Anliegen, die Patienten in dieser Phase des Lebens am Herzen liegen. Patienten mit einer schweren, unheilbaren Erkrankung, die unter Schmerzen und anderen Symptomen leiden, sollen dort Aufnahme finden und nach Linderung ihrer Beschwerden in geborgener Atmosphäre so oft und solange wie möglich wieder in die häusliche Umgebung entlassen werden.

Der Förderverein hat sich insgesamt sieben Ziele für seine Arbeit gesetzt: So will er den Palliativgedanken durch Informationsveranstaltungen in der Bevölkerung verbreiten. Finanzielle Unterstützung will er leisten für die Ausstattung der Zimmer von Patienten und Angehörigen sowie für den Dachgarten, in dem sogar schwer kranke, bettlägerige Patienten demnächst Zeit im Freien verbringen können. Zudem will der Verein sich für die Ausbildung ehrenamtlich tätiger Palliativhelfer engagieren, Kunst- und Musiktherapien für die Patienten finanzieren sowie Unterstützung leisten bei professionieller Trauerbegleitung. Schließlich will er sich an der Finanzierung von besonderen Fort- und Weiterbildungsmaßnahmen für das Krankenhauspersonal beteiligen und Hilfen bei ganz speziell notwendigen Einzelmaßnahmen der Patientenversorgung und in Notsituationen leisten.
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