Trickbetrug: Falsche Polizisten und Bauarbeiter unterwegs

Von: red/pol
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In der Region sind Trickbetrüger unterwegs. Sie geben sich unter anderem als falsche Polizisten und Mitarbeiter einer Baufirma aus. Bei verdächtigen Aktivitäten bitte sofort die Polizei über den Notruf 110 informieren. Symbolbild: dpa.

Erkelenz. Falsche Polizisten rufen weiter an, vor allem ältere Menschen: Eine 76-jährige Frau aus Kuckum ist am Pfingstmontag auf falsche Polizisten reingefallen und wurde so eine größere Menge an Bargeld los. Schon am Mittwoch berichteten wir über einen ähnlichen Fall in Erkelenz. Bei beiden stand die Rufnummer 02452/110 im Display.

Gegen 18 Uhr klingelte das Telefon der Frau. Ein ihr unbekannter Mann gab sich als Polizeibeamter aus und erzählte ihr von einem Ermittlungsverfahren gegen eine Bankangestellte. Um diese überführen zu können, solle die Frau Geld vom Sparbuch abheben und es der Polizei zur Verfügung stellen.

Erst nach mehreren Telefonaten in den darauffolgenden Tagen konnten der Mann und eine angebliche Polizistin die Seniorin überzeugen. Am Mittwochmittag klingelte wie vereinbart ein Mann, der sich als Polizist ausgegeben hatte, an ihrem Haus auf der Kuckumer Nierstraße. Sie übergab ihm das komplette Bargeld, dass sie wie auch in dem anderen Fall am Nachmittag wieder bekommen sollte.

Erst durch den Bericht schöpfte die Frau Verdacht und informierte die zuständige Polizei. Es bestätigte sich, dass die Kuckumerin ebenfalls Opfer der dreisten Masche geworden war.

Der Mann, der das Geld in Empfang nahm, war etwa 35 bis 40 Jahre alt, ungefähr 1,70 bis 1,75 Meter groß und schlank. Er hatte mittellange, dunkle Haare, eine bräunliche Hautfarbe und ein südländisches Aussehen. Bekleidet war er mit einer beige/grünen, mittellangen Jacke, einer schwarzen Hose und trug eine schwarze Baseballkappe auf dem Kopf.

Ein weiterer Fall ereignete sich in Wegberg-Beeck: Diesmal gaben sich zwei Männer am Donnerstag als Mitarbeiter einer Baufirma aus. Diese klingelten gegen 9:45 Uhr an der Tür eines Hauses auf dem Wedumsweg. Als die 86-jährige Bewohnerin öffnete, erklärten ihr die Männer, dass sie im Auftrag des Wasserwerkes kommen würden. Bei den Bauarbeiten wäre gerade eine Wasserleitung beschädigt worden, so dass sie in allen umliegenden Häusern die Zuleitungen absperren müssten.

Die Seniorin schöpfte keinen Verdacht und ließ die Männer ins Haus. Während einer mit ihr in den Keller ging, blieb der andere in der Wohnung. Da alles in Ordnung sei, verließen die beiden Personen kurze Zeit später wieder das Gebäude.

Die Frau unterhielt sich dann mit weiteren Anwohnern und wurde misstrauisch. Als sie im Haus nach dem rechten schaute, stellte sie fest, dass ihr Schmuck und ein Portemonnaie mit Bargeld fehlten.

Einer der Männer war etwa 50 Jahre alt, ungefähr 1,70 Meter groß und hat eine kräftige Statur. Er trug eine Schirmkappe auf dem Kopf. Sein Komplize war von normaler Statur und circa 1,80 Meter groß.

Zeugen werden gebeten, sich beim Kriminalkommissariat der Polizei in Hückelhoven unter der Telefonnummer 02452/920-0 zu melden.

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