Heinsberg/Wassenberg - Trickbetrüger mit Unfallmasche aktiv

Trickbetrüger mit Unfallmasche aktiv

Von: red/pol
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Heinsberg/Wassenberg. Trickbetrüger sind in der Region offenbar mit einer „Unfallmasche” aktiv. Am Montag wurde bei insgesamt fünf russisch-stämmigen Familien im Bereich Heinsberg und Wassenberg angerufen.

Und das immer mit dem Hintergrund, es sei ein schwer Verkehrsunfall mit einem Kind passiert, an dem ein Familienmitglied beteiligt sei. Die Angerufenen sollten Geld besorgen beziehungsweise bereithalten, damit der Angehörige nicht in das Gefängnis käme.

Meist wurde das Gespräch noch unter Beteiligung eines angeblichen Rechtsanwaltes geführt, um die Forderung zu untermauern. In allen Fällen waren die Angehörigen jedoch so misstrauisch, dass es nicht zu einer Geldübergabe kam.

Bei den Anrufern handelte es sich immer um Personen, die in akzentfreiem Russisch sprachen und sich aus dem Ausland meldeten. Weitere Geschädigte oder Personen, die Hinweise zu dem Anrufer geben können, werden gebeten, sich beim Kriminalkommissariat in Hückelhoven, Tel.: 02452/ 9200, zu melden.

Bislang war diese Vorgehensweise, sie ist landes- und bundesweit seit Längerem schon bekannt, im Kreis Heinsberg nicht angezeigt worden. Da zu befürchten ist, dass dies keine Einzelfälle bleiben, bittet die Polizei um besondere Vorsicht und Skepsis, wenn Bürgerinnen und Bürger solche Anrufe erhalten.

Deshalb rät die Polizei: Seien Sie misstrauisch, wenn jemand telefonisch Kontakt aufnimmt und Geld geliehen haben möchte. Vergewissern Sie sich genau, wer Sie anruft und schämen Sie sich nicht zu sagen: „Ich kenne Sie nicht oder ich kann mich nicht an Sie erinnern”. Wenn Sie auf eine solche Weise angesprochen werden, sollte Sie Ihren Verwandten oder Bekannten unter der Telefonnummer zurückrufen, die Sie auch bei anderen Gesprächen wählen und besprechen Sie die Angelegenheit noch einmal. Informieren Sie sofort die Polizei, wenn Sie vermuten, dass es ein Telefonbetrüger auf Sie abgesehen hat. Wenden Sie sich auch an die Polizei, wenn Sie bereits Opfer geworden sind: die Kriminalprävention der Polizei Heinsberg hilft gerne. Geben Sie Unbekannten auf keinen Fall ungeprüft Bargeld!

Häufig sind ältere Menschen Opfer dieser Betrugsmasche, doch leider kann die Polizei sie oftmals nicht erreichen. Deshalb werden Verwandte, Freunde, Bekannte oder sonstige Bezugspersonen gebeten, den Seniorinnen und Senioren die Vorgehensweise dieser Täter zu schildern und Vereinbarungen für den Notfall zu treffen, z.B. sich auf keine Zusage einzulassen und sofort eine Vertrauensperson zu informieren.

Aber auch Bank- und Postbeschäftigte werden gebeten, ältere Menschen bei der Abhebung größerer Bargeldbeträge auf mögliche Betrügereien anzusprechen und bei begründetem Tatverdacht die Polizei zu informieren. Die Polizei will so verhindern, dass Trickbetrüger mit dieser arglistigen Masche weiterhin Erfolg haben.

Weitere Hinweise zu Sicherheitsfragen gibt es bei der Kreispolizeibehörde, Kommissariat 1/Kriminalprävention-Opferschutz, unter der Rufnummer 02452/9200.
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