Kreis Heinsberg - Trauerkoffer soll Auseinandersetzung mit Tod erleichtern

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Trauerkoffer soll Auseinandersetzung mit Tod erleichtern

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Der Trauerkoffer: Gemeinsam mit Regionaldekan Gottfried Maria Graaff (links) stellte die Projektgruppe mit Ute Errens, Bärbel Windelen, Ursula Rothkranz und Judith Kemmerling (von links nach rechts) den Inhalt vor.

Kreis Heinsberg. Sie wurde schon oft mit Anfragen aus Kindergärten und Schulen zu den Themen Sterben, Tod und Trauer konfrontiert. Meist aus aktuellem Anlass nach einem Todesfall, aber auch schon im Vorfeld, wenn bekannt geworden war, dass ein Kind eine lebensbeendende Krankheit hatte.

Für Bärbel Windelen, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes und Beauftragte für Trauerpastoral in der Region Heinsberg, stand damit fest, dass ein Trauerkoffer in der Region für die Arbeit mit Kindern und Jugendlichen dringend notwendig wäre, um die Auseinandersetzung mit den Themen Sterben, Tod und Trauer anzuregen, kreativ zu bearbeiten und eine Gesprächsgrundlage zu schaffen.

Dieser Trauerkoffer wurde nun eingeführt und von der verantwortlichen Projektgruppe gemeinsam mit Regionaldekan Gottfried Maria Graaff im Konferenzraum der Jugendhilfe des Caritasverbandes vorgestellt.

Den Trauerkoffer auf den Weg brachte die Projektgruppe, der neben Windelen die Gemeindereferentinnen Ursula Rothkranz und Ute Errens, Judith Kemmerling, Koordinatorin vom Ambulanten Hospizdienst Camino, und Peter Derichs, Diakon und Diözesanbeauftragter für die Pastoral mit Menschen mit Behinderung, angehören. Sie wollten eine Lücke im Kreis Heinsberg schließen, zumal andere Regionen im Bistum Aachen schon einen Trauerkoffer hatten.

„Auf der Diözesantrauerkonferenz wurde ein solcher Trauerkoffer vorgestellt, und so kam ich auf die Idee, diesen für unsere Region einzuführen“, so Windelen. Sie habe dann einen Aufruf gestartet, wer mitmachen wolle. Diesem Aufruf seien die Teilnehmer der Projektgruppe gefolgt. „Uns geht es darum, mit dem Trauerkoffer zwar den Schwerpunkt auf Kinder und Jugendliche zu legen, doch kann er auch von Trauergruppen und Erwachsenen genutzt werden“, erklärten sie.

Er soll unter anderem ein Angebot für Schulen, Kindergärten, Kommunion- und Firmgruppen, Jugendgruppen und Jugendeinrichtungen sowie Pfarrgemeinden sein, in die Themen Sterben, Tod und Trauer einzusteigen. „Es geht uns auch darum, dass die Themen im Vorfeld aufgegriffen werden“, erklärte Windelen.

Zum Einstieg in die Thematik und als Ideengeber finden sich in dem Trauerkoffer jede Menge Informationen und Materialien. Konkret bestückt ist er mit Kinder- und Jugendbüchern wie „Leb wohl lieber Dachs“ sowie Fachliteratur zum Thema Trauer. Es gibt eine Mappe mit Materialien für den Schulunterricht, Arbeitsblättern und Lehrerinformationen.

Daneben befinden sich in dem Trauerkoffer Filme wie „Willi wills wissen – Wie ist da mit dem Tod?“, Bilder, die Gefühle ausdrücken, Fotografien von Friedhöfen als Impulsgeber für Gespräche, Bastelmaterialien, ein Kindergesangbuch, ein Gebetbuch, Taschentücher und Symbole wie Kerzen und Herzen. Zu finden ist aber auch ein Trauerbuch, in dem jeder schriftlich oder malerisch darstellen kann, wie der Trauerkoffer eingesetzt wurde und angekommen ist.

Im Trauerkoffer eingepackt wurden auch Handschmeichelkreuze, die nach dem Ausleihen behalten werden dürfen. „Unser Koffer soll sich weiterentwickeln mit den Menschen, die ihn nutzen“, erklärte Bärbel Windelen. Sie sollten sagen, wenn etwas fehle oder nicht genutzt werde. Zunächst jedoch gehe es darum, den Trauerkoffer bekannt zu machen, indem beispielsweise die Schulen und das Schulamt kontaktiert werden.

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