Kreis Heinsberg - Trauerarbeit hat sich im Kreis Heinsberg etabliert

Trauerarbeit hat sich im Kreis Heinsberg etabliert

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Zehn Jahre Runder Tisch Trauer
Zehn Jahre Runder Tisch Trauer: Kooperationspartner und Teilnehmer feierten aus diesem Anlass zusammen.

Kreis Heinsberg. „Wir machen hier einen Punkt.” Dies verkündete Bärbel Windelen, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen vom Runden Tisch Trauer.

Die Trauer­arbeit habe sich im Kreis etabliert und in den Einrichtungen einen festen Platz gefunden. Kreisweite Angebote stünden für Trauernde zur Verfügung. Damit sei das vorrangige Ziel des Runden Tisches erreicht, den es in dieser festen Form mit drei bis vier Treffen pro Jahr nicht mehr geben werde. In Zukunft werde der Arbeitskreis Trauer sich einmal im Jahr zwecks Koordinierung und Kooperation treffen, kündigte die Gemeindesozial­arbeiterin an.

Dankbarkeit für diese Zeit

Dass nun ein Schlussstrich gezogen werde, dies unterstrich auch Theo Sommer, der gemeinsam mit Manfred Jung einen ökumenischen Gottesdienst in der evangelischen Kirche in Hückelhoven zum Thema „Sinn der Trauerbegleitung” leitete. „Uns erfüllt Dankbarkeit für diese Zeit, in der wir aneinander und miteinander lernen konnten und sich die Aufmerksamkeit für Trauer in der Öffentlichkeit entwickelte”, sagte er. Am Runden Tisch Trauer habe man nicht nur Termine abgesprochen und Informationen weitergegeben, sondern auch die Gelegenheit gehabt, persönliche Erlebnisse mit Trauernden auszutauschen. Er habe festgestellt, dass Trauerbegleitung sanftmütiger und gelassener sowie weiser und klüger mache, das eigene Leben bereichere und Lebenssinn gebe.

Einen Rückblick auf die vergangenen zehn Jahre gab Bärbel Win­delen, die 1994 den ersten Trauerhilfekreis im Kreisgebiet in Heinsberg gründete. Sie nannte die Ausgangssituation im Vorfeld der Gründung vom Runden Tisch Trauer, zu der die Gründung eines Trauerhilfekreises in Erkelenz 1995 gemeinsam mit Theo Sommer von der damaligen Erziehungs- und Lebensberatungsstelle des Bistums Aachen (heute: Katholisches Beratungszentrum für Ehe-, Familien-, Lebens- und Glaubensfragen des Bistums Aachen) sowie Seminare zum Thema Trauer zählten. Hinzu kamen ab 1996 Trauerwochenenden, die Gründung eines Trauerhilfekreises in Geilenkirchen 1997 sowie der Besuchsdienst für Trauernde „Menschen brauchen Mit-Menschen” der Pfarre St. Andreas in Oberbruch-Eschweiler. „2001 gründeten wir dann den Runden Tisch Trauer, mit dem Ziel, Lobbyarbeit für Trauernde zu leisten, Angebote für Trauernde zu koordinieren, zu kooperieren und die Öffentlichkeit für diese Thema zu sensibilisieren”, so Windelen rückblickend.

Viele Angebote sind entstanden

Zu den Gründungsmitgliedern beziehungsweise Teilnehmern der ersten Sitzung zählten die Gemeindesozialarbeit des Caritasverbandes, die damalige Erziehungs- und Lebensberatungsstelle des Bistums Aachen, die Ökumenische Hospizinitiative Regenbogen Wassenberg (heute: Ambulanter Hospizdienst Regenbogen), die Hospizinitiative Camino Geilenkirchen, das Stationäre Hospiz der Hermann-Josef-Stiftung Erkelenz, der Besuchsdienst der Pfarre St. Andreas sowie einige Bestatter.

Aus diesen Anfängen entstanden viele Angebote wie das Trauercafé in Geilenkirchen, die Trauerbegleitung durch den Sozialen Dienst im Krankenhaus Erkelenz und im stationären Hospiz, der Trauerhilfekreis für Kinder „Windvogel” in Beeck sowie „Sonnensegel”, der Workshop für trauernde Jugendliche.

Hinzu kamen der Gesprächskreis für trauernde Eltern, Schulungen für Menschen, die Trauernde begleiten, und die Veranstaltung „Tag der Trauer”.

Von Anfang an arbeiteten Vertreter des Runden Tisches Trauer in Netzwerken mit, so seit 1999 in der Diözesanen Trauerkonferenz des Bistums Aachen, die seit 2011 ein Jahresprogramm mit Angeboten für trauernde Menschen herausgibt, und auch im Hospizkreis der Region Heinsberg.

Ansprechpartnerin für Menschen und Institutionen zum Thema Trauer bleibt Bärbel Windelen, Gemeindesozialarbeiterin des Caritasverbandes für die Region Heinsberg, Gangolfusstraße 32, in Heinsberg, Telefon 02452/919250, E-Mail gsa-hs@caritas-hs.de

Jährlich gibt sie einen Flyer mit allen aktuellen Trauerbegleitungsangeboten und Veranstaltungen heraus.

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