Trampelpfad durch die Westerheide

Von: agsb
Letzte Aktualisierung:
Prinz Jens I. (Schiffler) und
Prinz Jens I. (Schiffler) und ihre Lieblichkeit Prinzessin Ylaine (Gorrissen) wurden als neues Prinzenpaar der Tüdderner Witsemänn gefeiert. Foto: agsb

Selfkant-Tüddern. Pünktlich um 20.11 Uhr hat Sitzungspräsident Hubert Jessen von den Witsemänn das Kommando zum Abmarsch gegeben. Der Chef ordnete die Prinzengarde nach vorne, blickte zur Musik, gab das Zeichen und das Witsemänn-Vereinslied erklang.

Den zahlreichen Gästen bot sich am Samstagabend gleich ein einladend farbenprächtiges Bühnenbild, wobei die Dekoration in den Vereinsfarben blau und weiß prachtvoll ins Auge stieß.

Ein paar Wehmutstränchen wurden beim amtierenden Prinzenpaar verdrückt. Bevor das neue Prinzenpaar mit Jens I. (Schiffler) und ihrer Lieblichkeit Ylaine (Gorrissen) gefeiert wurden, hatten traditionell Freunde des Prinzenpaares ihren großen Auftritt. Prinz Jens ist als DJ hobbymäßig im Einsatz und entdeckt derzeit die Landwirtschaft für sich. Prinzessin Ylaine liebt demnach Pferde seit Kindesbeinen, ist ferner dem Einkaufswahn verfallen. Die Freunde des Prinzenpaares zogen kurz nach Verkündung der Lebensgeschichte der Beiden durch Jörg Houben ihre eigene Show auf und sorgten gleich für Stimmung.

Und dann war es soweit: Prinz Jens I. und seine Ylaine suchten sich ihren Weg durch die Massen, verteilten viele rote Rosen ans närrische Volk. Sitzungspräsident Hubert Jessen freute sich besonders über die Internationalität des Prinzenpaares. Prinz Jens kommt aus Tüddern, seine bezaubernde Ylaine aus Südlimburg. Sie hat aber die Liebe zum Selfkant entdeckt und fühlt sich in Tüddern längst pudelwohl.

Der Prinz erhielt Zepter und Narrenfeder, Prinzessin Ylaine einen bunten Blumenstrauß - und dann gab der neue Prinz seine Leidsätze bekannt.

Unter anderen werden also die Witsemänn durch die Westerheide einen Trampelpfad errichten, damit die Kleischötte aus Süsterseel einen sicheren Weg nach Tüddern erhalten, dann brauche man keine Angst mehr vor der Ampelanlage an der einstigen Löwensafari zu haben. Danach ging es Schlag auf Schlag. Aus den Kinderschuhen heraus und im Kinderkarneval entdeckt zeigten Tim Wynands und Nadir Trabelzi kein Lampenfieber bei einem Sketch. Laura Heuter begeisterte im Solotanz, der TSV Rot-Weiß Tüddern präsentierte eindrucksvoll seine Vormachtstellung als Tanzhochburg in der Region. Neben Sara Heuter waren die Tanzgarden des TSV Highlights am Abend.

Ein Garant für gute Laune im Tüdderner Karneval ist Ine Hamacher. Die 53-jährige ist ein Aushängeschild der Witsemänn, Ine hat eine große Fangemeinde. Obwohl jedes Jahr die letzte Büttenrede laut Ine ansteht, lauscht sie das ganze Jahr über, notiert Tüdderns Geheimnisse und zieht ihren Peter quer durch den Kakao. Die Niederländerin scheint für den Karneval geboren, ohne Ine würde dem Karneval in Tüddern etwas fehlen. Auch im Rosenmontagszug ist Ine Hamacher eine feste Größe. Durch Hubert Jessen wurde ihr nach einem erneut tollen Auftritt der Orden „Ömmer dobie” verliehen.

Die Büschband sorgte am Abend für den guten Ton. Wilfried Meessen (Gesang), Schänkewursch und Leeverwursch (Sketch und Gesang), die Prinzengarde, die Moonlights (Showtanz), die Blues Brothers, Schola Kelleners mit Anne Schlömer und Marianne Wolf, die Wistemänn-Damen (Brings) sowie das Männerballett (Sisteract) sorgten unter anderem für viele Lachtränen.

Über den neuen Trampelpfad waren dann bereits die Kellerjungs vom Nachbarort angereist und gestalteten das grandiose Finale weit nach Mitternacht.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert