Kreis Heinsberg - Traditionelle Kleidersammlung: Jeder kann helfen

Traditionelle Kleidersammlung: Jeder kann helfen

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Kreis Heinsberg. Unter dem Motto „Er teilt das Kleid“ steht die St.-Martins-Kleidersammlung, die am kommenden Samstag, 15. November, stattfindet.

Die katholischen Pfarreien und Verbände führen erneut diese traditionelle Sammlung im Kreis Heinsberg durch, mit der wieder finanzielle Unterstützungsmöglichkeiten für viele sozial-­caritative Institutionen und Projekte erwirtschaftet werden sollen. Über die Kolping-Recycling GmbH werden die gesammelten Kleider vermarktet und verwertet, erklärte Ralf Zanders aus dem Büro der Regionaldekane. Der Erlös wird dann über die Gemeinschaften der Gemeinden und über die katholische Region Heinsberg an die Projekte verteilt.

Hilfe für Projekte

So unterstützt die Gemeinschaft der Gemeinden (GdG) Heinsberg-Waldfeucht das Projekt von Schwester Josefine, die sich in Nachfolge von Schwester Christa in den Slums von Santa Cruz in Bolivien engagiert.

In der GdG Erkelenz erhält die Eine-Welt-AG des Cusanus-Gymnasiums Projektgelder, um damit den Kampf des Aluisio Peirara für die Straßenkinder Mangueiras Im Nordosten Brasiliens zu stärken.

Der regionale Katholikenrat fördert das Projekt ‚Mum – Mutter werden und mehr‘, das sehr jungen Frauen und Mädchen vor und nach der Geburt ihres Kindes beisteht.

Der Sozialdienst katholischer Frauen und Männer finanziert aus den Fördermitteln Anti-Gewalt-Trainingskurse für Männer sowie den Täter-Opfer-Ausgleich.

Der Verein Amos hat ein vielfältiges Unterstützungssystem für langzeitarbeitslose oder von materieller Armut betroffenen Menschen entwickelt.

Die Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) in Birgden hilft unter anderem beim Erhalt einer Schule in Ponte de Aqua auf den Kapverden.

Die Pfarrei St. Petrus in Übach-Palenberg unterstützt seit vielen Jahren die Aktion Interplast, durch die missgebildete Kinder in Asien und Lateinamerika für ihre Familien kostenfrei operiert werden.

Der KAB-Berufsverband nutzt die Gelder zur Aufrechterhaltung der regionalen Arbeitslosenberatung im Kreis Heinsberg.

Die Pfarrei St. Marien Wassenberg engagiert sich in der Unterstützung der in Wassenberg aufgenommenen Flüchtlinge.

Die GdG Wegberg unterstützt Abbe George, der sich in Burundi den weiteren Ausbau einer Krankenstation vorgenommen hat.

Die rein spenden­finanzierte Mont des Oliviersschule in Haiti wird von der GdG Hückelhoven unterstützt.

Die Region fördert das Selbsthilfe- und Freiwilligenzentrum im Kreis Heinsberg, das die Zuwendung für den Heinsberger Tauschring nutzt.

Der Caritasverband unterstützt die Caritas-Werkstatt Schierwaldenrath, die in ihren Fair-Kaufhäusern kostengünstigen Einkauf und nachhaltigen Umgang mit Konsumgütern ermöglicht.

Bitte an die Bevölkerung

Die Verantwortlichen aus den Pfarreien der Region bitten die Bevölkerung, wieder bei der großen Aktion des Kleider-Teilens mitzumachen und ihre Kleiderspenden in die verteilten Säcke oder in andere Tüten zu packen und möglichst darauf den roten Handzettel zu kleben. Wichtig ist es, dass die Säcke erst am Morgen des Sammeltages kurz vor 9 Uhr an die Straße gestellt werden, da sonst die Gefahr bestehe, „dass unliebsame private Sammler sich der Kleiderspenden bemächtigen“. Ärgerlich sei es auch, wenn gewerbliche Sammler zum Teil unter obskuren Vereinsnamen in den Tagen vor der Martinssammlung Kleider und Schuhe sammeln würden.

1300 Helfer im Einsatz

Ab 9 Uhr werden am kommenden Samstag wieder über 300 Traktoren, Kleinlaster und Pkw durch das Kreisgebiet rollen, damit die Kleidertüten zu den über das Kreisgebiet verteilten Verladestellen gebracht werden können. In kurzer Zeit werden die rund 1300 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer aus den katholischen Pfarrgemeinden und Verbänden sowie vom Cusanus-Gymnasium Erkelenz und vom Bischöflichen Gymnasium St. Ursula Geilenkirchen wieder viele Tonnen an Alttextilien und Schuhen einsammeln.

In der Erkelenzer Kernstadt werden die Säcke nicht an den Straßen eingesammelt, sondern können an den Verladestellen abgegeben werden.

Ebenso gilt dies in Heinsberg im Gebiet der Pfarrei St. Gangolf. Diese hat eine zentrale Sammelstelle am Jugendheim Die Brücke eingerichtet.

Informationen

Fragen zur Sammlung und zu den Verladestellen beantwortet das Büro der Regionaldekane der Regionen Mönchengladbach und Heinsberg unter Telefon 02161/980651 oder unter 02161/980617.

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