Tour de Jumelage endet ungewöhnlich

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Ausgepumpt, aber glücklich, erreichten alle Teilnehmer das „Dach” der Tour de Jumelage, den Riedbergpass in 1420 Metern Höhe. Foto: Lehmkuhl

Erkelenz. Auch die elfte Auflage der Tour de Jumelage war vor Überraschungen nicht gefeit. Routine kommt bei dieser Fahrt der Partnerschaft eben nicht auf, zudem gab es zum ersten Mal in der Geschichte der Benefizfahrt eine ausgefallene Etappe. Ausgerechnet die Schlussetappe von Lindau nach Donaueschingen fiel dem Dauerregen und der Unwetterwarnung rund um den Bodensee zum Opfer.

Aber auch ohne Schlussetappe war die diesjährige Tour de Jumelage eine besondere und spektakuläre, führte sie die Pedaleure schließlich über den höchsten Pass Deutschlands, den Riedbergpass, vor dem fast alle „Bammel” hatten. Bei einer Länge von sechs Kilometern und einer Höhendifferenz von 560 Metern führt er in das 1420 Meter hoch gelegene Balderschwang.

Bei dieser Strapaze zeigte sich, dass der Begriff der Jumelage für die Gruppe eine weitere Bedeutung hat. Bei dem Bemühen, alle Teilnehmer auf die Passhöhe zu hieven, gab es gegenseitige Unterstützung, Anfeuerung und auch Schiebehilfe.

Bislang stand der Begriff der Partnerschaft für die Städtepartnerschaft zwischen Erkelenz und St. James, dem Ursprung der Tour de Jumelage, und der Freundschaft mit anderen Städten und Regionen einerseits, und zum anderen für die Partnerschaft der TdJler mit dem Erkelenzer Hospiz.

Die Tour ist jedes Mal auch eine Benefizfahrt für das Hospiz, für das die Teilnehmer in den Jahren bereits einen sechsstelligen Betrag in Höhe von 165.000 Euro „erfahren” oder andere zu Spenden motiviert haben.

Nunmehr setzten sie auch ein deutliches Zeichen der Partnerschaft untereinander. So richtig traurig war eigentlich niemand, dass nach der „Königsetappe” vom Tannheimer Tal über Oberjoch und Balderschwang nach Lindau die Schlussetappe ins Wasser fiel.

So kam man wenigsten erholt zum Empfang des Donaueschinger Bürgermeisters Bernhard Kaiser ins Rathaus.

Wie schon in den Vorjahren hatten Sparkassendirektor Wolfgang Kurth, Vermessungsingenieur Gerd Helfer und Kriminalhauptkommissar Karl-Heinz Frenken, mit Rat und Tat begleitet von vielen anderen, die Strecke ausgetüftelt, die einmal nicht in Erkelenz starten, sondern eine besondere Herausforderung darstellen sollte: entlang der Nordseite der Alpen vom Chiemsee zum Bodensee.

Auf fünf Tagesetappen sollte es bei dieser relativ kurzen Tour von rund 600 Kilometern gehen. Der tägliche Regen wurde dabei zum unbeliebten Begleiter in dem zumeist recht „welligen” Gelände.

Zunächst stand nach der Anfahrt im Zug die Strecke von Lambach am Chiemsee über Kufstein nach Maurach am Achensee auf dem Plan. Die zweite Etappe führte über die Kesselbergstraße (fünf Kilometer, 279 Meter Höhendifferenz) nach Schongau.

Der Gaichtpass mit vier Kilometern Länge und einer Höhendifferenz von 210 Metern stand als höchste Schwierigkeit auf der Fahrt ins Tannheimer Tal im Weg, ehe es zum schwierigsten Teilstück ging. Dabei war auch die Abfahrt über den Oberjochpass nicht zu verachten, bevor die Kletterei nach Balderschwang begann.

Neben der „Premiere” einer ausgefallenen Etappe gab es in diesem Jahr eine zweite Neuerung. Gerd Helfer und einige andere Rennradfahrer hatten sich Navigationsgeräte auf den Lenker geklemmt und lotsten satellitengesteuert die Gruppe über die vorher geplante Strecke; die Begleitfahrzeuge schirmten den Tross nach hinten ab.

Dass es trotzdem kleinere Verirrungen gab, konnte die Stimmung nicht trüben, wichtiger war, dass alle ohne einen Kratzer heil ans Ziel und heil zurück nach Erkelenz, Wassenberg und Heinsberg kamen.
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