Toleranz und Respekt erlebt: Schüler besuchen Moschee

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Interkulturelles Lernen und Er
Interkulturelles Lernen und Erleben: Eine Schülergruppe vom Berufskolleg Wirtschaft des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen besuchte die Moschee in Duisburg-Marxloh.

Kreis Heinsberg. Interkulturelles Lernen und Erleben - so das Ziel der Schülergruppe „Peers to Peers” vom Berufskolleg Wirtschaft des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen bei einem Besuch der zurzeit größten Moschee Nordrhein-Westfalens in Duisburg-Marxloh (die Kölner Moschee wird sie nach ihrer Fertigstellung ablösen).

Begleitet wurde die Gruppe von Pfarrer Friedhelm Schippers und von Schulsozialarbeiterin Ariadna Wix, Leiterin und Gründerin von „Peers to Peers”.

Bildung und Begegnung

Die Gruppe aus dem Kreis Heinsberg bestand aus jungen Menschen verschiedener Religionen und Konfessionen. Für einen Moment tauchten die nichtmuslimischen Schüler in eine andere Welt ein.

Der Moscheebau feierte seine Eröffnung am 26. Oktober 2008. An die Moschee ist ganz bewusst ein Bildungs- und Begegnungszentrum angeschlossen, um über den Islam aufzuklären sowie Begegnung zwischen den Religionen und der Nachbarschaft zu ermöglichen.

Während der anderthalbstündigen Führung, die von einer muslimischen Theologin und Erziehungswissenschaftlerin geleitet wurde, lernten die Jugendlichen den imposanten Moscheebau kennen und konnten viele Fragen stellen.

Die Theologin verdeutlichte ausdrücklich, dass der Islam eine friedliebende Religion sei, deren Anhänger größten Respekt vor Judentum und Christentum hätten. In Duisburg erlebten die Besucher aus dem Kreis Heinsberg, was am Berufskolleg täglich eingeübt wird: Toleranz und Respekt gegenüber Andersgläubigen.

Ausflüge als Höhepunkte

Zu den Höhepunkten des schulischen Lebens am Berufskolleg Wirtschaft in Geilenkirchen gehören diese Ausflüge der Gruppe „Peers to Peers” jeweils zu Beginn des neuen Schuljahres.

Nachdem diese Gruppe 2010 zu den Schwestern der Mutter Teresa nach Essen gefahren war, gab es 2011 eine Führung durch den Aachener Dom.

„Peers to Peers”

„Peer to Peer” kommt aus dem Englischen und bedeutet „gleichrangig”. Die Idee dabei ist, dass Schüler anderen Schülern Wissen, Kenntnisse oder Fertigkeiten vermitteln.

In diesem Spektrum von Peer-Vermittlungsansätzen wird auch der Ansatz der Gruppe „Peers to Peers” an der Geilenkirchener Schule abgeleitet, die durch ihren präventiven Ansatz gegen Ausgrenzungen und Mobbing im Klassenverband für Integration, Toleranz und Klassengemeinschaft wirbt. Die Teilnahme als Peer am Projekt ist freiwillig.

Die Schülerinnen und Schüler aus der Unterstufe der Handelsschule können sich zu Beginn des Schuljahres für das Projekt anmelden. Sie werden durch einen speziellen Kurs in Form eines Trainings in bestimmten Fertigkeiten ausgebildet. Am Ende des Schuljahres erhalten die Peers eine Urkunde über außerschulisches Engagement.
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