Tischler-Azubis zeigen, was sie gelernt haben

Von: g.s.
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Ein Barschrank in Ahorn/Wenge:
Ein Barschrank in Ahorn/Wenge: Dieses Mini-Gesellenstück präsentiert Robin Müllstroh im Rahmen des Projekts bei der Ausstellung im Geilenkirchener Berufskolleg. Foto: Georg Schmitz

Kreis Heinsberg. Die Auszubildenden der Tischler-Oberstufe vom Berufskolleg Ernährung - Sozialwesen - Technik in Geilenkirchen präsentieren ihre Mini-Gesellenstücke.

„Seit einigen Jahren führen wir in Kooperation mit der Tischler-Innung Heinsberg zur Vorbereitung auf die näher rückende Gesellenprüfung das Projekt durch”, erklärte der Klassenlehrer und Vorsitzende des Gesellenprüfungsausschusses, Andreas Rode. Für die Auszubildenden gelte es, eigene Ideen umzusetzen und ein Möbelstück im Mini-Format zu fertigen.

In jedem Jahr werden diese Gesellenstücke unter einen neuen Projektnamen gestellt: Diesmal stand das Thema „Einblicke/Durchblicke” im Fokus der Auftragsgestaltung. Die Herstellung der Mini-Gesellenstücke war an verschiedene Bedingungen geknüpft. So durfte beispielsweise nicht mehr als 50 Prozent der Sichtfläche deckend lackiert werden, das Stück musste dem Thema klar zuzuordnen sein, die Fertigungsdauer in der Werkstatt sollte 20 Stunden nicht überschreiten. Das Werkstück musste mindestens ein bewegliches Teil enthalten. Die maximale Tiefe durfte 350 Millimeter nicht überschreiten.

„Jeder Schüler soll die Gelegenheit erhalten, ein im Zeit- und Materialaufwand begrenztes Möbel von der Planung über die Herstellung bis zur Kontrolle und Bewertung hin selbstständig zu realisieren”, erläuterte der betreuende Lehrer Christian Krause.

Die Ausbildungsbetriebe ermöglichten ihren Lehrlingen die Herstellung der Objekte in der eigenen Werkstatt. Dabei konnten die Auszubildenden geeignete Fertigungsverfahren erproben und ihre handwerklichen Fähigkeiten unter Beweis stellen. „Einen Einblick in die Grundlagen der Gestaltung bekamen die angehenden Gesellen im Juni bei einem Seminar auf Gut Rosenberg”, berichtete Andreas Rode. Für einen Augenblick des Reifens seien die Ideen mit ins Sommerloch genommen worden, um nach kritischem Blick ihrer Mitstreiter die Stücke und Gedanken im September zur Genehmigung vorzulegen. Verzweifelte Blicke habe man bei der Anfertigung der Zeichnungen gesehen, der Durchblick sei aber dann beim Fertigen der ­Stücke in der Werkstatt entstanden. Dies könne beim Anblick der Mini-Gesellenstücke nun festgestellt werden. Jetzt könne der Ausblick auf die Gesellenprüfung erfolgen, solange den Schülern der Blickkontakt nicht verloren gehe.

Beim Betrachten der Möbel­stücke fiel die Materialvielfalt auf, derer sich die Schüler bedient hatten. Neben geläufigen Holzarten wie Eiche oder Nussbaum nutzten die jungen Männer auch seltener verwendete Hölzer wie Wenge, Pflaumenbaum oder gar Indischer Apfelbaum. Der Leiter des Berufskollegs, Rolf-Dieter Crott, und der Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft, Johannes Willms, lobten die Ergebnisse des Projektes. Gleich zu Beginn der Ausstellung stattete auch eine Klasse der Fachschule für Sozialpädagogik den angehenden Gesellen einen Besuch ab. Die jungen Frauen zeigten sich sehr angetan von den schönen Möbelstücken.

Diese Azubis haben am Projekt mitgewirkt: Tomasz Adamski, Martin Jonas Corsten, Matthias Erkens, Johannes Getmanskij, Maurice Gippert, Patrick Hampe, Lutz Jörissen, Marc Knoben, Sebastian Kutzner, Adrian Maroseck, Tobias Merckens, Robin Müllstroh, Thomas Orso, Benedikt Paulzen, Simon Rix und Mike Thissen.

Die Ausstellung der Mini-Gesellenstücke der Tischler-Oberstufe ist im Raum C 40 vom Berufskolleg Ernährung - Sozialwesen - Technik des Kreises Heinsberg in Geilenkirchen bis zum Freitag, 11. November, zu sehen.

Am Mittwoch, 9. November, ist die Ausstellung auch in der Zeit von 18 bis 20 Uhr geöffnet, teilte das Berufskolleg mit.
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