Thema „Jugendpolitik“ in den Blickpunkt gerückt

Von: agsb
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Volleyball – auf dem Gelände des Freibades in Kirchhoven – war auch angesagt bei den sportlichen Aktivitäten im Rahmen der Jugendbegegnung.
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Deutsch-russische Jugendbegegnung im Kreis Heinsberg: Der Verein „Jugend aktiv“ freut sich über die Gäste aus Arsamas. Foto: agsb

Kreis Heinsberg. „Es ist wie immer anstrengend, aber es macht einen Riesenspaß“, so Christoph Kir­stein, Geschäftsführer des Vereins „Jugend aktiv“, zur aktuell laufenden internationalen Jugendbegegnung mit Gästen aus der russischen Stadt Arsamas. Zusammen mit dem Vorsitzenden Willi Engels und weiteren Betreuern leitet Ki­r­stein diese Begegnung.

Zwölf Jugendliche im Alter von 13 bis 16 Jahren sind mit zwei Begleitpersonen aus Russland angereist. Und 14 Teilnehmer aus dem Kreisgebiet sind mit von der Partie.Diesmal steht diese Begegnung im Zeichen des Themas „Jugendpolitik“. „Dieser Wunsch mit dem Thema Jugendpolitik wurde im Vorjahr in Arsamas geäußert“, berichtete Kirstein.

Die Jugendlichen aus dem Kreis Heinsberg hatten sich mit ihren Betreuern am Montag auf dem ­Jugendzeltplatz in Wassenberg-Birgelen getroffen und waren gemeinsam zum Flughafen Düsseldorf gefahren. Dort warteten auf Flug S7991 aus Moskau und empfingen die russischen Gäste.

Schon auf der Fahrt zum Jugendzeltplatz wurden die ersten Kontakte geknüpft. Nach dem gemeinsamen ersten Abendessen bauten die Kennenlernspiele unter dem Motto „Mit und ohne Worte“ Berührungsängste ab. Da wurde bereits der Grundstein für den Erfolg dieser Jugendbegegnung gelegt.

Der zweite Tag bot dann einen Einblick in die große Politik: In Düsseldorf stand der Besuch des Landtages an. Das Programm war so gestaltet, dass am Abend jeweils ein Tagesresümee gezogen und weitere politisch interessante Themen aufgegriffen wurden. Wobei die Jugendlichen bereits am Dienstagabend keine Spur von Müdigkeit zeigten: Spontan luden sie die Betreuer zu einer Nachtwanderung ein.

Am Mittwoch gab es dann ­erstaunte russische Jugendliche – beim Besuch im Rathaus der Stadt Geilenkirchen. Dass in Deutschland ein nicht parteipolitisch gebundener Kandidat Bürgermeister werden kann (in Geilenkirchen ist dies Georg Schmitz), dies war für sie politisches Neuland. Am Nachmittag folgte eine Drei-Länder-Tour, die von Deutschland nach Roermond (Niederlande) und Maas­eik (Belgien) führte.

Am Donnerstag ging es ins Freibad nach Heinsberg-Kirchhoven. Zwar sorgte dort ein Volleyballspiel für eine Auflockerung, doch der im Freibad geplante Schwimmwettkampf Deutschland – Russland fiel witterungsbedingt „ins Wasser“. So gab es kurzfristig eine Programmänderung: Das Parkbad in Wassenberg wurde anvisiert.

Dort ging es zunächst in einer Gesprächsrunde mit Schulsozialarbeiterin Silke Esser vom Schulzentrum in Heinsberg-Oberbruch um das Projekt „Streitschlichter“. Dies machte die russischen Jugendlichen neugierig. „Streitschlichter in der Schule gibt es in Russland nicht, das Schul­system ist in Russland ganz anders geregelt, die Mitbestimmung der Jugend ist nicht erwünscht“, berichtete der junge Daniel, der mit als Übersetzer für die Jugendlichen im Einsatz war, aus den Gesprächen.

Daniel war mit gemischten Gefühlen in diese Begegnung gegangen, ließ sich überraschen und wurde neugierig. Er möchte im nächsten Jahr mit nach Arsamas reisen, um selbst zu sehen, wie die Menschen dort leben. „Die Jugendlichen aus Arsamas sind froh, hier zu sein und viel erleben zu dürfen“, berichtete Daniel aber auch von vielen Nachfragen in Sachen Jugendpolitik.

Am Freitag stand ein Ausflug zum Moviepark Bottrop auf dem Programm. An diesem Wochenende klingt die deutsch-russische Jugendbegegnung aus: unter anderem mit „Shopping“, aber auch mit einer Wanderung unter dem Motto „Grenzerfahrungen“ entlang der deutsch-niederländischen Grenze.

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