Thekentratsch: Publikum amüsiert sich köstlich

Von: anna
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Als ungleiche Halbschwestern kamen „Frau Sierp“ (links) und „die Becker“ auch in Oberbruch richtig gut an. Foto: Anna Petra Thomas

Oberbruch. Schnell ausverkauft waren nach dem Erfolg im vergangenen Jahr auch dieses Mal die Eintrittskarten für den Thekentratsch mit „die Becker & Frau Sierp“ aus Duisburg. „Deine Gene braucht kein Mensch“ heißt ihr neues Programm, mit dem die beiden Kabarettistinnen im kleinen Saal der Oberbrucher Festhalle zu Gast waren.

Eingeladen hatte sie die Stabsstelle Chancengleichheit für Frauen und Männer des Kreises Heinsberg. Viele Frauen waren im Publikum, und die wenigen Männer waren damit ausgesprochen beliebte Ansprechpartner im wahrsten Sinne des Wortes. Das galt vor allem für „die Becker“, in ihrem knallgelben, lockeren Outfit auch „die Dotterblume vom Ruhrpott“ genannt, die sich tagtäglich erfolglos von Mann zu Mann und einem Hartz-IV-Antrag zum nächsten hangelt.

Das Gegenteil ist ihre Halbschwester „Frau Sierp“, die adrett in hochgeschlossener Bluse und Rock gekleidete, frühpensionierte Lehrerin mit Kinderphobie und zweifelhafter musikalischer Begabung, die wegen ihrer in ihren Augen missratenen Halbschwester in Selbstmitleid schwelgt. Und dann muss sie sich von ihr auch noch als „Trockengesteck“ oder gar als „optische Pflegestufe 6“ bezeichnen lassen.

Da wird dann auch schnell eine Grenze gezogen, ganz echt mit Flatterband, und nicht nur die Bühne, sondern auch das Publikum gleich mit in zwei Hälften geteilt.

Denn jede von ihnen hat sich die schlechtesten Gene der Mutter ausgesucht, und in einem sind sich die beiden einig: „Deine Gene braucht kein Mensch!“ Spielen müssten sie beide jedoch immer weiter, „375 Tage pro Jahr“, erklärt „die Becker“. Grund dafür ist die gemeinsame Mutter, deren Leben in einem Heim es zu finanzieren gilt. Die Mama hat dann auch ihre Auftritte auf der Bühne, gespielt als Telefonat mit „Frau Sierp“ und gesprochen von „die Becker“.

Das Publikum amüsierte sich in Oberbruch jedenfalls köstlich über die gekonnten Wortspiele im weit überzogenen Alltagleben, die sich ganz eng aneinanderreihten, garniert mit Gesang eigener Texte zu bekannter Musik und wenig grazilen Tanzeinlagen.

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