Heinsberg-Kirchhoven - Theaterstück: Schieben was das Zeug hält beim Kartenspiel

Theaterstück: Schieben was das Zeug hält beim Kartenspiel

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Mäed Küppisch (rechts) begrüßt sein angebliches Kartenglück Trina, Schmette Rös (Mitte) versucht derweil die Liebesangst bei beiden zu entschärfen. Foto: agsb

Heinsberg-Kirchhoven. Bauer Mäed Küppisch sucht eine Frau - so hätte das Theaterstück der eingeschworenen Laienspielgruppe der St.-Hubertus-Schützen Kirchhoven auch heißen können. Das ausgesuchte Stück „Der Kartenbauer” wurde durch die Gruppe in Platt umgewandelt, so wurde dann der Dreiakter „Dr Kaatenbuur” vor begeisterndem Publikum gespielt.

Die Gruppe steht schon seit Jahren auf der Bühne. Durch das „Platt” erhielt dieses Stück besondere Würze allein durch einige charmante Umschreibungen der Heimatsprache und durch Kirchhovener Lokalkolorit. Dieses Stück schien auf die Laienspielgruppe zugeschnitten. Da spielte Gerd Geiser einen verdäpperten Landwirt als Mäed Küppisch.

Der war dem Kartenspiel verfallen, seine Schwester Anna (Vera Geiser) und Knecht Pitt (Christoph Geiser) hatte Sorgen, dass er Haus und Hof verspielen würde, wobei Pitt ein Auge auf Anna geworfen hat. Mäed bekommt dann aber Schmetterlinge im Bauch, als die Naate Christa (Kerstin Baltes) als Aushilfe auf dem Hof auftaucht. Einen ganz lustigen Zeitgenossen spielt Großbauer Nippe Will (René) Houben, er selbst findet Naate Christa hübsch. Er spielt leicht falsch - und plötzlich hat Mäed dessen Tochter Trina (Katrin Zwirner) gewonnen.

Das Kartenpech lässt Mäed keine Ruhe, denn Trina ist recht naiv und wirklich kein Supergirl. Spielschulden sind Ehrenschulden - so drängelt Nippe Will seinen Freund, und es gibt ein weiteres Kartenspiel. Mäed kann zwar seine Trina zurückgewinnen, aber er verliert nun die Magd - die Schmetterlinge im Bauch bei Mäed flattern gewaltig. Jedoch die Männer haben die Rechnung ohne die Mädels gemacht.

Allen voran Schmette Rös (Katja Ohligschläger) als Tratsch-Lady Nummer eins und Pfarrersköchin: Sie mischt die Karten neu und setzt selbst das Gebetbuch und das Versprechen, nie mehr zu tratschen. Wobei auch dieses Spiel nicht ganz astrein ist und weitere Karten im Spiel sind. Doch am Ende wird alles gut: Mäed erhält seine Christa und Mäeds Schwester Anna ihren Pitt. Und es stellte sich heraus, dass Nippe Will mit verdeckten Karten spielte.

Viele Verwirrungen sorgten für reichlich Heiterkeit unter den Theaterbesuchern. Seit Jahrzehnten hat dieser Termin seinen festen Platz bei den Theaterfreunden, und der Besuch am Samstag war bestens. Die Theatergruppe erhielt viel Szenenapplaus, und der Schlussvorhang blieb lange unter großen Applaus offen.

Mit Gerd Geiser hat die Gruppe ihre Hauptperson seit Jahren, er ist der Willi Millowitsch von Kirchhoven. Waltraud Philippen als Souffleuse sowie Jaqueline Günther (verantwortlich für die Maske) waren die Stars hinter der Bühne. Für das Bühnenbild zauberten René Timmermanns, Möbelhaus Jansen, Peter Geiser, Hausmeister H.H. Wallraven und die Akteure der Theatergruppe selbst. Nach dem Stück stand eine große Verlosung mit Tanz auf dem Programm. Hier drehten dann Mäed und ihre Christa die Runden.
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