Theaterstarter: Ein langer Weg vom Ei zum schönen Schwan

Von: hewi
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Die Entwicklung vom Ei bis zum schönen Schwan stellte Liora Hilb in der Leonhardskapelle gekonnt dar. Foto: Koenigs

Erkelenz. Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Theaterstarter gastierte das Frankfurter Theater La Senty Menti in der Leonhardskapelle. Auf dem Programm stand ein Stück, das sich frei an dem Märchen „Das hässliche Entlein” des dänischen Schriftstellers Christian Andersen anlehnte.

Wer es nicht wusste, hätte die klassische Vorlage jedoch nur schwerlich wieder erkannt. Denn Liora Hilb (Schauspiel) und Lukas Wegner (Technik) hatten das Märchen sehr frei umgesetzt, was jedoch der Freude der jungen Zuschauer keinen Abbruch tat.

Mitten auf der Bühne zog ein riesiges Ei die Aufmerksamkeit auf sich, aus dem das Entlein (Hilb) nach einer kleinen Einführung „schlüpfen” sollte. Die rund 50 Kinder verfolgten mit Spannung und viel Freude, was das Entlein alles erforscht und erlebt, nachdem es geschlüpft war.

„Es geht ums Erwachsenwerden”, erklärte Wegner am Rande der Veranstaltung. Ein Thema, das den jungen Zuschauern noch bevorsteht. Mit verschiedenfarbigen Papierschnipseln, die Hilb auf sich herabregnen ließ, wurden die Jahreszeiten dargestellt. Dann erkundete sie die Welt, zwängte sich in eine viel zu kleine Regenjacke, zog Gummistiefel an, die mit Wasser gefüllt waren, und vollführte einiges, was den Zuschauern zuerst die Sprache verschlug und sie dann zum Lachen animierte.

Natürlich wurden viele der Aktionen auf der ebenerdigen Bühne „fachmännisch” kommentiert, wodurch das Publikum in das Spielgeschehen einbezogen wurde. Verständliche Worte waren aus dem Mund des Entleins nur selten zu hören. Vielmehr brabbelte es erstaunt vor sich hin, während es mit den Schalenresten und vielen anderen Dingen auf der Bühne spielte und seine Umwelt erforschte. Die Verwandlung in den schönen Schwan durch das Ablegen einiger nicht passender kindlicher Kleidungsstücke rundete das Stück ab. Und der Schwan bekam auch gleich selbst ein Küken, baute ein Zuhause aus der überdimensionalen Eierschale und lud am Ende die Kinder zum Naschen ein.

Auch die anwesenden Erwachsenen waren allem Anschein nach fasziniert von dem Stück und erlagen wie die Kinder der Magie der naiven Darstellung.

Der Erkelenzer Kulturmanager Christoph Stolzenberger zeigte sich sehr zufrieden mit der Resonanz auf das kindgerechte Theaterangebot. „Die Theaterreihe wird sehr gut angenommen”, betonte er am Rande der Veranstaltung.

Die nächsten Termine bei Theaterstarter

Die nächsten Aufführungen von „Das hässliche Entlein” sind Mittwoch, 4. November, um 15 Uhr in der Evangelischen Kirche in Geilenkirchen, am Montag, 30. November, um 14.30 Uhr im Bürgerhaus Hückelhoven-Baal und am Mittwoch, 17. März, um 10 und um 15.30 Uhr im Bürgerhaus Heinsberg-Kempen.

In der Leonhardskapelle in Erkelenz wird die Reihe Theaterstarter am Montag, 7.Dezember, um 14Uhr fortgesetzt mit dem Stück „Hänsel und Gretel” . Am Montag, 25. Januar, steht dann um 14Uhr in der Leonhardskapelle das poetische Stück „Hase Hase Mond Hase Nacht” auf dem Programm von Theaterstarter.
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