Testanlage erspart bis zu 60 Tage Zeit

Von: hewi
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Christoph Kleuters stellt die
Christoph Kleuters stellt die neue Anlage vor. Foto: Koenigs

Erkelenz. Mit einer Investition von rund zehn Millionen Dollar für das weltweit größte Testzentrum für Ölbohranlagen hat das norwegische Unternehmen Aker Solutions ein klares Bekenntnis zum Standort Erkelenz geleistet.

Gleichzeitig ist es die größte Investition in der 114-jährigen Geschichte der „Bohr”. Mit der Testanlage können Firmenkunden bei der Umrüstung von bestehenden Bohranlagen viel Zeit und Geld sparen, indem sie die neue Technik in Erkelenz unter simulierten Originalbedingungen testen, bevor sie am jeweiligen Einsatzort eingebaut wird. Ein Betriebstag einer Bohrinsel kostet rund 500 000 Dollar. Durch die Nutzung der Erkelenzer Testanlage kann die Umrüstung um bis zu 60 Tage beschleunigt werden.

51 Meter hoch

Die Testanlage, deren Bohrturm 51 Meter in die Höhe ragt, ist nicht nur ein neues Wahrzeichen des Erkelenzer Traditionsunternehmens, sondern auch eine Investition in die nachhaltige Sicherung der Arbeitsplätze am Standort. Dies erklärte der Wirth-Geschäftsführer Christoph Kleuters bei der offiziellen Eröffnung der Testanlage. Zu diesem Anlass waren viele Firmenkunden aus der ganzen Welt angereist. Denn die Anlage hilft den Unternehmen der Erdölindustrie, viel Geld zu sparen.

Mit Bau im März begonnen

Mit dem Bau der Anlage wurde im März begonnen, nachdem das norwegische Unternehmen Statoil eine Auftragszusage erteilt hatte. Ohne den konkreten Auftrag wäre die Anlage nicht gebaut worden. Die Gäste der Eröffnung durften sich dem Turm nur kurz nähern, denn derzeit wird dort technisches Gerät des norwegischen Kunden getestet. Und der lässt sich natürlich von der Konkurrenz nicht gerne in die Karten schauen.

Insgesamt hat die Testanlage eine Höhe von 104 Metern, von denen jedoch 53 Meter tief in das Erdreich ragen. Mit Gewichten können realistische Verhältnisse simuliert werden, zum Beispiel das Bohren auf dem Meeresgrund. Das Leergewicht der Anlage beträgt rund 400 Tonnen, komplett ausgerüstet kommt sie leicht auf 1200 Tonnen.

Nicht kurzfristig gedacht

Das Erkelenzer Unternehmen Wirth gehört zur norwegischen Unternehmensgruppe Aker Solu-tions. Deren Vizepräsident Thor Arne Haverstat betonte, dass die Investition in den Standort Erkelenz nicht kurzfristig angelegt sei. Er dankte den Mitarbeitern sowie der Politik und Verwaltung in Erkelenz, die die zeitnahe und pro-blemlose Umsetzung der Testanlage ermöglicht hatten. Durch die Anlage weise das Unternehmen der Branche Einsparpotenziale auf, die nicht von der Hand zu weisen seien. Entworfen wurde die Testanlage von dem Erkelenzer Architekten Josef Viethen.

Auf die Gäste, von denen viele tausende von Flugkilometern hinter sich gebracht hatten, um bei der Eröffnung dabei zu sein, wartete ein abwechslungsreiches Programm, an dem auch der Werkschor des Unternehmens teilnahm.


Offene Türen und ein Preis für das Unternehmen

Die Erkelenzer Aker Wirth GmbH öffnet am heutigen Samstag von 11 bis 16 Uhr an der Kölner Straße in Erkelenz ihre Pforten für die Öffentlichkeit und interessierte Besucher.

Für hervorragende Ergebnisse im Bereich Gesundheit, Sicherheit und Umwelt wurde Aker Wirth von Aker Solutions mit dem „Presidents award” ausgezeichnet. Der Konzern, dem Aker Wirth angehört, verleiht diesen Preis bereits zum 8. Mal in Folge an einen seiner weltweiten Standorte für die beste Gesamtleistung.
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