Tausende feiern bei Electrisize mit den DJs

Von: hewi
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Vom Hohenbuscher Herrenhaus dahinter war nichts mehr zu sehen: Electrisize Stage war die Hauptbühne beim Festival in Erkelenz. Foto: CUH
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Bunt, laut und fröhlich feierten Tausende Freunde elektronischer Musik beim Electrisize-Festival in Erkelenz. Foto: CUH
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Die DJs genossen beim Electrisize-Festival in Erkelenz einen imposanten Blick auf die feiernde Menschenmasse. Foto: CUH

Erkelenz. Die Electrisize-Crew hatte ganze Arbeit geleistet und rund eine Woche lang rund um die Uhr gearbeitet, um den Turnierplatz hinter dem Herrenhaus vom ehemaligen Kreuzherrenkloster Haus Hohenbusch nahe Erkelenz-Hetzerath in eine moderne Erlebniszone für die „Generation Selfie“ zu verwandeln.

Die Hauptbühne – Electrisize Stage – verdeckte mit einer Breite von über 30 Metern und einer Höhe von rund 14 Metern den Blick auf das Herrenhaus fast vollständig. Aber den brauchte bei dieser Veranstaltung auch keiner. Auf riesigen Bildschirmen, die über und neben den DJs angebracht waren, zogen verspielte grafische Animationen oder Nahaufnahmen der jeweiligen Künstler die Aufmerksamkeit der Besucher auf sich. Wenn das nicht reichte, gab es Kunstnebel, Konfettiregen oder Flammensäulen, um die Stimmung auf dem gewünschten Level zu halten.

Gleich nebenan tauchten die Festivalgäste vor der Tapuya Stage in eine eigene Welt, die auch akustisch ausreichend von der ­Außenwelt abgeschirmt war, um den parallelen Auftritt zweier DJs zu ermöglichen. Techhouse und Deephouse heißen die Musikrichtungen, denen dort gefrönt wurde. Auf einer dritten Bühne im hinteren Bereich des Festivalareals war am Freitag Seltsames Verhalten, eine Gruppe von Musikern aus ­Aachen, angesagt. Am Samstag stellte dort das Kölner Label Kunsthandwerk seine Künstler vor, darunter Solo WG, Moritz Guhling und Sandro Golia. Selbst auf dem angrenzenden Campingplatz gab es noch eine eigene Bühne, auf der schon zum Frühstück und nach dem letzten Act auf der Hauptbühne aufgelegt wurde.

Längst zieht Electrisize, das als das größte Festival für elektronische Tanzmusik in der Region gilt, nicht nur Besucher aus der Nähe an. Die 18-jährige Gina und ihr Freund Alex (21) waren aus Solingen gekommen. Von Electrisize hatten sie zuvor noch nichts gehört, gestand Gina. Bei einem anderen Festival hatten sie aber Karten für Hohenbusch gewonnen. Als sie dann noch in einem sozialen Netzwerk las, dass die Festivalmacher noch Mitarbeiter suchten, meldeten sie sich kurzerhand auch dafür. „Besser kann es nicht kommen“, meinte Alex. „Wir bekommen sogar noch Geld dafür, dass wir hier sind, und können als Crew-Mitglieder auch noch kostenlos zelten.“

Gewitter stoppt Festival

Ein Gewitter sorgte am Freitagabend für ein vorzeitiges Ende. Der Regen hatte die Tänzer anfangs nicht unbedingt beeindruckt. Als sich dann aber Blitz und Donner dazu gesellten, mussten die Organisatoren verkünden, dass das ­Festivalgelände aus Sicherheitsgründen geräumt werden müsste. „Sicherheit geht natürlich immer vor“, erklärte Dominik Mercks von Kultur-Garten. Und so wurden die Besucher mit dem Versprechen „Morgen wird weitergefeiert!“ nach Hause oder in ihre Zelte geschickt.

Mit rund 2500 Besuchern war der Freitag trotz des feuchten Endes sehr erfolgreich. Für Samstag waren rund 4000 Karten im Vorverkauf abgesetzt worden. Und schließlich wurden an diesem Tag 4700 Gäste gezählt – bei Head­linern wie dem international bekannten Niederländer Oliver Heldens. Nach Heldens, der rund zwei Stunden lang performte, sorgte Le Shuuk für den rhythmischen Ausklang auf der Hauptbühne. Gleich nebenan schmissen dann „Russe & Pinto“ den Riemen auf die Orgel. Auf der Bühne am Campingplatz wurde bis zum Morgengrauen weitergefeiert. Im Laufe des Sonntags leerte sich das Gelände, und für die Organisatoren von Kultur-Garten und ihre Helfer begannen die Abbauarbeiten.

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