Erkelenz - Tausend Mitglieder sind greifbar nahe

Tausend Mitglieder sind greifbar nahe

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Erkelenz. 90 Jahre ist eigentlich kein Grund für ein Jubiläum. Wer aber wie der Heimatverein der Erkelenzer Lande aktiv das Leben in der Region begleitet und „jede Gelegenheit, die sich zum Feiern anbietet, nutzt” wie der Vorsitzende Merkens anmerkte, „findet auch einen Grund, nicht auf das Hundertjährige zu warten.”

Und weil ehrsame Bürger, die schon damals dem heutigen Motto des Vereins „Tradition mit Weitblick” folgten, am 3. Oktober 1920 den Erkelenzer Geschichts- und Altertumsverein gründeten, soll diese Tatsache auch im Oktober 2010 gewürdigt werden.

Zwar stand nach Ende des zweiten Weltkrieges zunächst der Wiederaufbau im Vordergrund, 1948 aber wurde der Verein wiederbelebt und erhielt den Namen Heimatverein der Erkelenzer Lande.

Die Verantwortlichen des Vorstanden hatten sich schon im vergangenen Jahr das ehrgeizige Ziel gesetzt, 1000 Mitbürger als Mitglieder zu begeistern, weit davon entfernt sind sie drei Monate vor Jahresende davon nicht mehr. 943 Menschen haben die Ziele schon für sich entdeckt.

Und die alle bekommen in den nächsten Tagen einen dicken Brief mit einer Einladung zum „Jubiläum” und einer frisch gepressten CD, die einen Livemitschnitt des Konzertes mit Musik zu den Pilgerwegen des Ritters Arnold von Harff enthält.

In der Krypta der Lövenicher Kirche St. Pauli Bekehrung liegt von Harff begraben, der die drei wichtigsten Pilgerstätten des Christentums Rom, Jerusalem und Santiago de Compostela ab 1496 besuchteund seine Reiseerlebnisse niederschrieb. Er ist auch heute noch Vorbild für die inzwischen wieder erwachte Pilgerbewegung.

Seine Arbeit und das Leben gehören für den Heimatverein auch zu den drei Säulen der Vereinsarbeit: Publizierung - Vortragsreihen - Studienfahrten, die damals wie heute angeboten werden.

Zum Jubiläum aber wird es am Sonntag, 24. Oktober, um 10 Uhr in der Pfarrkirche St. Lambertus in Erkelenz ein festliches Hochamt, zelebriert von Pastor Werner Rombach geben, bei dem der Cornelius-Burgh-Chor des Heimatvereins die „Missa in honorem Sancti Christophori” von Monsignore Franz Nekes und geistliche Musik von Cornelius Burgh vorträgt. Frank Nekes, 1844 in Essen geboren und 1919 in Aachen verstorben, war Reformer der Kirchenmusik. Die Missa honorem war die erste Komposition während seiner Zeit als Pastor in Gerderath.

Anschließend sollen bei einem Empfang um 11.30 Uhr im Rathaus Gespräche und nur wenige Reden im Mittelpunkt stehen.

Zum Jubiläumsjahr gehören dann noch der Mundartabend im Priorensaal von Haus Hohenbusch am 3. Dezember und das Weihnachtsoratorium des Cornelius Burgh-Chores zusammen mit der Breslauer Musikakademie in der Erkelenzer Stadthalle am 12. Dezember.
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