Kreis Heinsberg - Tageseltern: Berufsbild soll gestärkt werden

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Tageseltern: Berufsbild soll gestärkt werden

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Kreis Heinsberg. Die ab 1. August geltenden neuen Richtlinien zur Handhabung der Kindertagespflege tragen nach Ansicht des Kreises Heinsberg „der verantwortungsvollen Arbeit von Tagespflegepersonen Rechnung“.

Darüber hinaus seien sie als wichtiger Schritt in Richtung einer vom Gesetzgeber geforderten „leistungsgerechten Bezahlung“ zu werten. So würden es sowohl der Jugendhilfeausschuss des Kreisjugendamtes Heinsberg, der diese in seiner Juni-Sitzung verabschiedet habe, wie auch die Verwaltung, die diese Leitlinien vorgeschlagen habe, sehen.

Kindertagespflege ist laut Pressestelle des Kreises ein Betreuungsangebot für Kinder im Alter von null bis 14 Jahren. Da vor allem in den letzten Jahren der Bedarf an Betreuungsplätzen für Kleinkinder stark zugenommen habe, gewinne die Kindertagespflege als gleichrangiges Betreuungsangebot neben der Kindertageseinrichtung zunehmend an Bedeutung. Diese Aufgabe werde von qualifizierten, engagierten und flexiblen Tagespflegepersonen geleistet, die mit einer Pflegeerlaubnis bis zu fünf Kinder zeitgleich betreuen könnten.

Nach den seit 2013 gültigen Sätzen wurden die Tagesmütter und Tagesväter bisher je nach persönlichem Qualifizierungsstand mit 3,30, 3,90 oder maximal 4,60 pro Stunde pro Kind bezahlt. Ab dem 1. August gelten nun andere Sätze: Tagespflegepersonen starten nach der Grundqualifizierung mit einem Stundensatz von 5,10 Euro, nach Abschluss der geforderten 160-Stunden Qualifizierung und Prüfung erhöht sich dieser Satz auf 5,90 Euro pro Stunde pro Kind.

Mit dieser deutlichen Erhöhung werde das Berufsbild der Tagesmutter beziehungsweise des Tagesvaters gestärkt und die Einkommensmöglichkeit der Betreuungsperson auf solidere Füße gestellt, so der Kreis weiter.

Zur Ausstattung können Tagespflegepersonen weiterhin auf Antrag pro Betreuungsplatz für ein Kind unter drei Jahren einmalig einen Zuschuss in Höhe von 500 Euro erhalten.

Eltern aus dem Bereich der Städte Übach-Palenberg, Wegberg und Wassenberg ­sowie der Gemeinden Gangelt, Waldfeucht und Selfkant, die für ihr Kind eine Betreuung in einer Kindertagespflege benötigen, können beim Kreisjugendamt Heinsberg einen entsprechenden Antrag stellen.

Bei Aufnahme eines Betreuungsverhältnisses wird die Tagespflegeperson direkt vom Jugendamt bezahlt.

Die Eltern werden – wie beim Besuch eines Kindergartens – zur Zahlung eines Elternbeitrags herangezogen. Die zurzeit gültigen Elternbeitragstabellen können im Internet auf der Homepage des Kreises Heinsberg eingesehen werden.

Aufgrund der gestiegenen Nachfrage nach Betreuungsplätzen in der Kindertagespflege sucht das Kreisjugendamt Heinsberg in seinem gesamten Zuständigkeitsbereich weiterhin engagierte Personen, die sich dieser Aufgabe stellen wollen. In Kooperation mit der Anton-Heinen-Volkshochschule bietet das Kreisjugendamt Heinsberg ab 12. September einen neuen Vorbereitungskurs an. Interessenten können sich an die Fachberaterinnen Melanie Flecken unter Telefon 02452/135114 oder Irmgard Küppers unter Telefon 02452/135116 zu einem Beratungsgespräch oder zur Anmeldung wenden.

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